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Bayer Leverkusen
Henrichs spielt sich in den Fokus

Das ist Benjamin Henrichs
Das ist Benjamin Henrichs FOTO: afp, PST
Leverkusen. Der Youngster von Bayer 04 hat sich beim 4:1-Sieg gegen Mexiko für weitere Aufgaben im Nationaldress empfohlen. Im Finale des Confed Cup trifft er am Sonntag (20 Uhr) mit dem DFB-Team auf Vereinskollege Charles Aránguiz und Chile. Von Sebastian Bergmann

Des einen Freud ist des anderen Leid: Während die DFB-Spieler nach dem 4:1-Sieg gegen Mexiko den Finaleinzug bejubelten, suchte Leverkusens Benjamin Henrichs noch auf dem Rasen von Sotschi seinen Vereinskollegen Chicharito auf, um diesen Trost zu spenden. Zuvor durfte der mit 20 Jahren jüngste Spieler der als Perspektivmannschaft nach Russland gereisten DFB-Auswahl zum ersten Mal beim Confed Cup über die komplette Spielzeit ran - und er enttäuschte nicht. Bundestrainer Joachim Löw sagte anschließend über den Youngster von Bayer 04: "Auch ihm gehört die Zukunft."

In seinem insgesamt erst dritten Länderspiel für Deutschland begann Henrichs für viele etwas überraschend im rechten Mittelfeld. Dass dem zum Außenverteidiger umgeschulten Leverkusener auch diese Position liegt, zeigte er gleich in der sechsten Minute, als er den späteren Doppeltorschützen Leon Goretzka nach einem Sprint über die rechte Seite mustergültig bediente und dieser zum 1:0 traf.

"Er hat gut trainiert, kam schon gegen Kolumbien rein und hat ein paar gute Aktionen gehabt", sagte Löw über das Bayer-Talent. Bereits beim 3:1-Gruppensieg über Kamerun hatte Henrichs nach seiner Einwechslung das letzte Tor durch Timo Werner vorbereitet. Löw: "Er ist ein Spieler, der bei solchen Turnieren lernen muss." Henrichs Vereinskollege Julian Brandt kam gegen Mexiko erneut von der Bank und durfte den überaus verdienen Erfolg der DFB-Auswahl über die Zeit bringen. Löw testete den 21-jährigen Ausnahmekönner abermals als hängende Spitze hinter Werner.

Während sich die drei Leverkusener Henrichs, Brandt und Ersatztorwart Bernd Leno nun gemeinsam mit der DFB-Auswahl auf das Finale gegen Chile freuen dürfen, ist für Mexiko und Chicharito der Traum vom Titelgewinn geplatzt. Doch wollen sich die Nordamerikaner morgen im "kleinen Finale" um den dritten Platz gegen Portugal (14 Uhr) mit einem Sieg in den Urlaub verabschieden. Mexikos Rekordtorjäger Chicharito ist jedenfalls trotz Halbfinal-Aus motiviert. "Wir spielen jetzt noch einmal gegen den Europameister. Das kann man nicht jeden Tag", sagte der Angreifer von Bayer 04.

Ob nun Charles Aránguiz und Chile den Titel holen oder doch Deutschland: In beiden Fällen wird Bayer-Coach Heiko Herrlich mindestens einen Titelträger zurück in Leverkusen begrüßen dürfen.

Quelle: RP
 
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