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Bayer Leverkusen
Darum bleibt die Werkself erstklassig

Bayer 04 Leverkusen: Darum bleibt die Werkself erstklassig
Tayfun Korkut will, muss und kann den Ligaverbleib fix machen. FOTO: UM (ARCHIV)
Leverkusen. Heute könnte die Werkself mit einem Sieg beim FC Ingolstadt den Klassenerhalt perfekt machen. Wir haben fünf Gründe ausfindig gemacht, warum Bayer 04 eine verkorkste Saison womöglich zumindest nicht mit dem Abstieg bezahlen muss.

1. Die Verfolger

Dass sich Bayer 04 im Abstiegskampf wiederfindet, hätte vor einigen Wochen kaum einer für möglich gehalten - vor allem nicht die Verantwortlichen. Inzwischen stellen sich Sportchef Rudi Völler, Manager Jonas Boldt und auch Trainer Tayfun Korkut der bitteren Realität, die durch das Zahlenwerk etwas versüßt wird. Mit 36 Punkten auf Platz zwölf hat die Werkself zwar nur drei Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz, aber von allen Abstiegskandidaten die beste Grundlage. Die Verfolger aus Augsburg, Mainz, Wolfsburg und Hamburg müssten aus den letzten drei Spielen allesamt mehr Punkte holen als die Werkself. Das ist in anbetracht der jeweiligen Form ein unwahrscheinliches Szenario.

Das Restprogramm der Abstiegskandidaten FOTO: ap, mm

2. Das Torverhältnis

Eine wichtige Kennziffer im Abstiegskampf ist seit jeher die Tordifferenz - und die sieht bei Bayer 04 zumindest im Vergleich zu den anderen gefährdeten Team passabel aus. Die Werkself hat mit Abstand das beste Torverhältnis (-6) zu bieten. Das kann am Ende den Unterschied ausmachen. Mainz (-11), Wolfsburg (-19) oder der HSV (-29) könnten mit einem Sieg am Wochenende nach Punkten mit Leverkusen gleichziehen. Das dies auch in Sachen Tordifferenz gelingen könnte, glauben wohl nicht einmal die größten Optimisten unter den Fans der Abstiegskandidaten. Klar ist aber auch, dass sich Bayer 04 keine weitere Pleite in einer Größenordnung wie gegen den FC Schalke erlauben darf.

3. Die Offensive

44 Tore - so viel hat keine der Mannschaften im Tabellenkeller erzielt. Mit Kevin Volland, Chicharito, Kai Havertz, Stefan Kießling und Karim Bellarabi liest sich die Liste der Angreifer in den Reihen der Werkself spektakulär. Einzig Julian Brandt wird nicht mit in den Freistaat reisen. Den 21-jährigen Nationalspieler, der unlängst einen Wechsel nach München im Sommer ausschloss, plagen muskuläre Probleme. Ansonsten kann Tayfun Korkut offensiv aus dem Vollen schöpfen. Allerdings hatte die hochkarätig besetzte Angriffsreihe aus Leverkusen in den vergangenen Wochen immer wieder Ladehemmungen. Die Partie beim FC Ingolstadt wäre die bis Saisonende wohl beste Gelegenheit, daran etwas zu ändern.

4. Die Tabelle

Dass die Fans von Bayer 04 bereits an diesem Wochenende den Verbleib in der Erstklassigkeit feiern können, liegt nicht nur im Bereich des möglichen, sondern ist relativ wahrscheinlich. Schon mit einem Remis in Ingolstadt wäre zumindest der direkte Abstieg abgewendet. Wenn Wolfsburg und Hamburg beide ihre Spiele nicht gewinnen sollten, wäre der Klassenerhalt mit einem Sieg sogar schon sicher. Bayers Coach deutete bereits an, was die Grundlagen für einen Erfolg in Ingolstadt sind: "Wir müssen den Kampf annehmen, voll dagegenhalten und uns wehren. Wir sind auf deren Spielweise vorbereitet. Darüber hinaus muss die Mannschaft ihr fußballerisches Potenzial und ihre Qualitäten ins Spiel einbringen."

5. Der Spielplan

Selbst wenn die Auswärtsfahrt nach Ingolstadt schief geht - der Spielplan spielt Leverkusen auch danach in die Karten: Hamburg trifft am 32. Spieltag noch auf Mainz und am 34. Spieltag empfängt der HSV den VfL Wolfsburg. Die unmittelbaren Konkurrenten im Tabellenkeller nehmen sich also zumindest teilweise gegenseitig die Punkte weg. Es ist also theoretisch sogar denkbar, dass Bayer 04 die verbliebenen drei Partien verlieren und trotzdem die Klasse halten könnte. Das wäre aber ein Restsaisonverlauf, der nicht nur bei Fans der Werkself für schlaflose Nächte sorgen würde.

(dora/sb)
 
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