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Bayer Leverkusen
Das brisante letzte Spiel des Danny da Costa

Bayer 04 Leverkusen: Das brisante letzte Spiel von Danny da Costa
Danny da Costa ist am Samstag mit dem FC Ingolstadt zu Gast bei Bayer Leverkusen. FOTO: dpa, lmb nic
Leverkusen. Am Samstag (15.30 Uhr/Live-Ticker) gibt es ein Wiedersehen mit Danny da Costa in der BayArena. Der 22-Jährige wurde 2012 an den FC Ingolstadt ausgeliehen und 2014 fest verpflichtet - allerdings mit einer Rückkaufoption, die Bayer 04 Anfang des Monats gezogen hat. Die RP hat sich ihn und den letzten Gegner der Saison genau angeschaut. Von Jim Decker

Die Stimmung Beim FC Ingolstadt steht der Champagner – oder wahlweise das Bier – vermutlich bereits kalt. Die vergangene Saison überraschend aufgestiegenen Bayern hielten souverän die Klasse und sorgten mit Siegen gegen vermeintlich überlegene Mannschaften wie bei dem 3:0 zu Hause gegen Schalke oder dem 1:0 gegen Gladbach für Furore. Heraus sprang ein verdienter Platz im gesicherten Mittelfeld - und die Ruhe, in dieser Spielzeit nie ernsthaft in den Abstiegsstrudel gezogen worden zu sein. Ein Wermutstropfen ist allerdings der Abgang des Erfolgs- und Aufstiegstrainers Ralph Hasenhüttl zu RB Leipzig. Designierter Nachfolger ist Karlsruhes Coach Markus Kauczinski, der vergangene Saison gegen den Hamburger SV in der Relegation nur knapp den Einzug in die Bundesliga verpasste. Sportdirektor Thomas Linke betonte, es gehe "alles nahtlos weiter". Einige Reservisten stehen als Abgänge fest, ansonsten will Linke den Kader weitgehend zusammenhalten.

Der Rückkehrer Ein für das Team größerer Schlag ins Kontor ist die Rückkehr von Rechtsverteidiger Danny da Costa zu Bayer 04. Der dynamische Abwehrspieler ist in Ingolstadt zur Stammkraft avanciert und wechselt nun nach drei Jahren bei den Schanzern zurück zu seinem Ausbildungsverein. Die Leverkusener Verantwortlichen zogen eine im Vertrag festgeschriebene Rückkaufoption. Das Interesse an einer Rückkehr ist wenig überraschend: Der gebürtige Rheinländer legte ein beeindruckende Entwicklung hin. Nachdem er den Sprung aus der eigenen Jugend zu den Profis nicht schaffte, setzte er sich in Ingolstadt auch nach einem verheerenden Schienbeinbruch durch und absolvierte mehr als 90 Zweit- und Erstligaspiele.

Der einst ablösefrei gewechselte 22-Jährige kehrt jetzt für vergleichsweise günstige 500.000 Euro zurück und soll die in Leverkusen unruhige rechte Seite stabilisieren. In der laufenden Saison war er auf dem rechten Abwehrflügel daran beteiligt, dass Ingolstadt die viertbeste Defensive der Liga stellt. Kein Wunder also, dass da Costa auf der Erfolgswelle mitschwimmt: Nachdem er zu Saisonbeginn selten zum Kader gehörte, spielt er jetzt meist über 90 Minuten und erledigt diese Aufgabe weitgehend ohne Probleme.

Insgesamt bereitete er vier Treffer vor. Der 22-Jährige hat in seiner Entwicklung in dieser Saison einen klaren Schritt nach vorne gemacht - defensiv wie offensiv.

Das Personal Mit Ausnahme des brasilianischen Verteidigers Danilo stehen Hasenhüttl alle Spieler gegen Leverkusen zur Verfügung. Die Ingolstädter dürften wieder auf ihr bewährtes 4-3-3-System setzen.

Die Form Der FCI spielt unangenehm und nervt seine Gegner mit einer aggressiven Spielweise. Es ist ein System, das die Formschwankungen einzelner Spieler abfedert. Die Mannschaft funktioniert als ein unermüdlich arbeitendes Kollektiv. Topscorer Moritz Hartmann ist besonders gefährlich. Seine elf Saisontore in der ersten Spielzeit im Oberhaus sind eine bemerkenswerte Leistung. Für Belebung im Sturm sorgte zuletzt auch der Paraguayer Dario Lezcano. Die Hintermannschaft glänzt durch solide und konstante Abwehrarbeit. Marvin Matip erlebt seinen dritten Frühling und der Brasilianer Roger widerlegt alle Klischees über Südamerikaner mit robuster Spielweise.

Quelle: RP
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