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Bayer Leverkusen
Brandt, Bellarabi und Chicharito: Bayers magisches Trio

Bayer gelingt Aufholjagd binnen sechs Minuten
Bayer gelingt Aufholjagd binnen sechs Minuten FOTO: dpa, gki fpt
Gelsenkirchen. Julian Brandt, Karim Bellarabi und Chicharito erzielten zusammen elf der letzten 14 Leverkusener Tore. Die drei Offensivspieler sind entscheidend im Schlussspurt, der die Leverkusener wohl zum vierten Mal in Serie in die Champions League führt. Von Stefanie Sandmeier

Bayer hat in dieser Saison manch interessante Statistik hervorgebracht. Dazu zählt zum Beispiel, dass die Leverkusener ein Ligaspiel stets gewannen, wenn sie mit 1:0 in Führung gingen. Umgekehrt gelang es indes mehrheitlich nicht, eine Partie zu drehen, wenn die Werkself mit 0:1 in Rückstand lag. Der 3:2-Erfolg beim FC Schalke 04 konnte in dieser Hinsicht also ein wenig zur Verbesserung der Zahlen beitragen - und nicht zuletzt das Trefferkonto weiter füllen.

Chicharitos Siegtreffer war das 50. Bundesligator der Werkself in dieser Saison. Zum Vergleich: Anfang März waren es noch 36 Tore. Bayer 04 lag auf Platz acht. Seitdem folgten sechs Siege in Serie. Die kamen vor allem zustande, weil das Team in fünf dieser Begegnungen zu Null spielte. Aber auch, weil die Balance zur Offensive wieder stimmte und nicht mehr allein Chicharito in dieser Mannschaft Torgefahr ausstrahlt. Der Mexikaner - lange der Alleinunterhalter wenn es ums Toreschießen ging - hat Unterstützung bekommen. Die jüngste Erfolgsserie hat ein magisches Trio herausgebildet, das mit seiner Spielfreude und Treffsicherheit das gesamte Team mitreißt. Allein elf der letzten 14 Treffer gingen auf das Konto von Julian Brandt, Karim Bellarabi und Javier Hernández.

Brandt-Tore bedeuten Bayer-Siege

Wie erfolgreich diese Drei derzeit angreifen, untermauerten sie bei ihrer fulminanten Aufholjagd und den drei Treffern auf Schalke. Beim 1:2 spitzelte Brandt den Ball nach Pass von Bellarabi aus einer scheinbar unmöglicher Position an Torhüter Fährmann vorbei ins Tor. Für den 19-Jährigen war es der fünfte Treffer im fünften Spiel in Folge.

Für alle Statistik-Fans: Immer wenn der Mittelfeldspieler traf, gewann die Werkself. "Ich hatte noch nie so einen Lauf", sagte er stolz. "Das ist eine schöne Phase, die ich sehr genieße."

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Und die im Sommer nicht vorbei sein soll. Brandt wird bei einem Großereignis mitspielen - so viel steht fest. Ob das die Olympischen Spiele sind oder womöglich sogar die Europameisterschaft? Brandt hätte Lust auf beides. Aber er will sich keinen Druck machen. "Was kommt, soll kommen", sagt er.

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Zwei Minuten nach ihm nahm Bellarabi einen Diagonalpass von Benjamin Henrichs auf und schoss den Ball aus noch unmöglicherer Position am ziemlich erstaunten Fährmann vorbei zum 2:2. Zuvor war der Nationalspieler bereits mit einem Pfostenschuss gescheitert. Auch seine jüngste Quote ist beachtlich: Für den 26-Jährigen stehen im gleichen Zeitraum neun direkte Torbeteiligungen zu Buche (drei Treffer und sechs Vorlagen). Als Chicharito in der 60. Minute dann zum Sprint ohne Ball ansetzte und kurz vor dem Schalker Tor von Brandt bedient wurde, konnte man an der Zielstrebigkeit aller Beteiligten bereits erkennen, dass dieser Konter die Entscheidung bringen würde. Aus spitzem Winkel knallte er den Ball ins lange Eck. Es war sein dritter Treffer im fünften Spiel seit dem Beginn der Erfolgsserie - und sein insgesamt 17. Ligator. "Wir sind richtig in Fahrt gekommen", schwärmte Brandt, der Platz drei behaupten will. "Wichtig ist, dass wir unseren Lauf weiter fortführen." Derzeit spricht nicht wirklich etwas dagegen. Sport Seite

Quelle: RP
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