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Bayer Leverkusen
Dauerregen drückt die Stimmung in den Alpen

Fotos: Werkself trainiert im verregneten Zell am See
Fotos: Werkself trainiert im verregneten Zell am See FOTO: KSMedianet / Bayer 04
Heiko Herrlich ist wegen der dürftigen Testspielergebnisse genervt. In Zell am See bereitet sich das Team seit Montag auf die neue Spielzeit vor, doch die nasskühle Witterung hebt nicht unbedingt die Laune. Von Sebastian Bergmann, Zell Am See

Ein Blick durch die meterhohen Fensterscheiben des Vier-Sterne-Hotels "Tauern Spa" in Kaprun verheißt derzeit nichts Gutes. Unaufhörlich prasselt der Regen seit der Ankunft der Bayer-Profis im Trainingslager in Zell am See auf die idyllisch gelegene Kleinstadt in Österreich nieder. Jonathan Tah, André Ramalho und Lars Bender kümmerte das gestern Morgen nicht. Unbeeindruckt vom Wetter schnürten die Profis ihre Fußballschuhe und trainierten rund eine Dreiviertelstunde im etwa sechs Kilometer entfernten Alois-Latini-Stadion.

Die Werkself ist in Österreich angekommen. Mal wieder. Bereits den fünften Sommer in Serie bereitet sich Leverkusen in Zell am See auf die Saison vor. Für die Profis, die bei der 2:3-Niederlage im Test am Sonntag gegen den Zweitligisten SV Sandhausen dabei waren, standen am Vormittag regenerative Einheiten auf dem Programm. Am Nachmittag gab es für die 27 Spieler von Bayer 04 neben dem ersten richtigen Training auf dem Platz, bei dem der morgens noch fitte Lars Bender wegen einer leichten Erkältung im Hotel blieb und Kevin Kampl geschont wurde, die obligatorische Schiedsrichterbelehrung. Rainer Werthmann informierte die Fußballer über Regeländerungen wie die Einführung des Videobeweises - und dass es eine Gelbe Karte zur Folge haben kann, wenn man ihn als Spieler allzu vehement einfordert.

Heiko Herrlich nahm vor der ersten Einheit auf dem klatschnassen Rasen Platz im Foyer des Hotels und blickte gebannt auf seinen Laptop. Ob er sich Szenen aus den vergangenen Tests anschaute, in denen sein Team noch deutlich Potenzial nach oben offenbarte, blieb ungewiss. Sicher ist aber, dass Herrlich ob der mageren Ergebnisse seiner Mannschaft genervt ist. Das die Werkself gegen Sandhausen eine Führung verspielte, wurmt ihn. Anschließend kritisierte er deutlich die fehlende Siegermentalität bei einigen Profis. Er habe da ein "Gefälle" in seinem Team gesehen. Das sei nun einer der Schwerpunkte für die Arbeit in Österreich.

Ausdrücklich ausgenommen aus der Kritik hatte Herrlich Zugang Sven Bender. Der von Dortmund gewechselte Profi spielte trotz einer im Zweikampf mit dem ehemaligen Leverkusener Richard Sukuta-Pasu womöglich gebrochenen Nase 90 Minuten durch. "Sie fühlt sich gebrochen an, aber es ist alles gut", sagte er. Weitere Untersuchungen seien nicht geplant und eine Gesichtsmaske nicht nötig, wiegelte er ab. Der Defensivspezialist muss es wissen - für den 28-Jährigen wäre es bereits der vierte Nasenbruch seiner Karriere.

Während die meisten Spieler bereits am Sonntagabend eintrafen, kehrten die Confed-Cup-Sieger Bernd Leno, Julian Brandt und Benjamin Henrichs erst gestern aus ihrem Urlaub zurück. Lediglich Charles Aránguiz fehlte am Mittag noch. Der Chilene wird aber bald in Österreich erwartet. Für die Werkself, die bis einschließlich Sonntag im Trainingslager weilt, stehen vor Ort noch zwei Testspiele auf dem Programm. Am Donnerstag trifft das Herrlich-Team auf den türkischen Erstligisten Antalyaspor (18.30 Uhr). Sonntag geht es in Grödig bei Salzburg gegen den italienischen Klub Lazio Rom (15.30 Uhr).

Quelle: RP
 
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