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Bayer Leverkusen
Die drei ???

Fotos: Das ist Roger Schmidt
Fotos: Das ist Roger Schmidt FOTO: afp, pbe/iw
Leverkusen. Vor der Bundesligapartie gegen Hannover 96 (15.30 Uhr) bangt Bayer 04-Trainer Roger Schmidt um den Einsatz seiner Defensiv-Akteure Kyriakos Papadopoulos, Tin Jedvaj und Jonathan Tah. Von Simon Janssen

Keine Spielminute hat Jonathan Tah in dieser Saison verpasst. Weder in der Bundesliga, Champions League noch im DFB-Pokal fehlte der bullige Innenverteidiger bislang. Womöglich könnte dem 19-Jährigen in der heutigen Bundesliga-Partie gegen Hannover 96 (15.30 Uhr/Live-Ticker) zum ersten Mal in dieser Spielzeit nur die Rolle des Zuschauers zufallen.

"Er hat seit der Partie gegen Hoffenheim Rückenbeschwerden, die in den Adduktorenbereich ausstrahlen. Er war in dieser Woche noch nicht in der Lage, am Mannschaftstraining teilzunehmen", sagte Trainer Roger Schmidt am Freitag, den in der Defensive noch weitere Personalsorgen plagen. Nicht nur hinter einem Einsatz von Tah steht vor der Partie gegen den Tabellenletzten ein Fragezeichen. So zog sich Innenverteidiger Kyriakos Papadopoulos vor dem Spiel gegen Hoffenheim am vergangenen Wochenende (1:1) eine Verhärtung im Oberschenkel zu und konnte in den vergangenen Tagen ebenfalls nicht an den Einheiten mit dem Team teilnehmen. Gleiches gilt für Tin Jedvaj, der laut Schmidt Probleme mit einem Weisheitszahn hatte und Antibiotika verschrieben bekam.

Zwar trainierten alle drei am Freitag erstmals wieder mit der Mannschaft, "ob es für das Spiel reicht, kann ich jetzt noch nicht sagen", erklärte der 48-Jährige.

Porträt : Jonathan Tah: Das deutsche Abwehrtalent FOTO: Twitter Bayer Leverkusen

Die Personalsorgen kommen für Schmidt zur Unzeit. Denn drei Punkte sind nach dem enttäuschenden Remis gegen Hoffenheim Pflicht, will man bei der Werkself verhindern, dass die euphorische Stimmung nach dem Trainingslager in Orlando bereits am zweiten Spieltag der Rückrunde zu kippen droht.

Doch Hannover 96 um seinen neuen Trainer Thomas Schaaf steht noch mehr unter Druck als der Tabellenfünfte vom Rhein. Mit 14 Punkten nach 18 Spielen ist die Abstiegsangst bei den Niedersachsen greifbar. Gerade diese Ausgangslage macht den Tabellenletzten besonders gefährlich, der am vergangenen Wochenende Darmstadt 98 mit 1:2 unterlag. "Es hat sich viel getan in Hannover. Sie haben einen sehr erfahrenen Trainer verpflichtet und zwei neue Stürmer, die gerade im Strafraum besondere Qualitäten haben. Es wird eine sehr schwierige Aufgabe", sagte Schmidt über die Mannschaft, die in der Saison 2012/2013 noch die Europa League aufmischte.

Trotz der Verstärkungen im Sturm (u.a. der Ex-Bremer Hugo Almeida), sieht Schmidt sein Team gewappnet. "Wir haben uns diese Woche sehr gut vorbereitet auf das Spiel. Die Mannschaft macht einen guten Eindruck. Wir wollen im ersten von drei Heimspielen hintereinder die drei Punkte hierbehalten."

Um drei Punkte einzufahren, muss sich die Werkself aber deutlich effektiver zeigen als am vergangenen Samstag, an dem sie gerade in der Schlussphase beste Torchancen vergab und so einen Rückrundenstart mit bitterem Beigeschmack erlebte. Nicht nur für die Tabellenkonstellation wäre ein Sieg gegen die Schaaf-Truppe von Vorteil. Eine überzeugende Vorstellung gäbe auch psychologischen Rückenwind für das knüppeldicke Programm, das im Februar auf Bayer 04 wartet - sieben Partien sind zu bestreiten. "Wir sind es gewohnt, viel zu spielen, aber der Februar ist noch mal eine Steigerung. Da kann man nur durchkommen, wenn man versucht, jedes Spiel für sich zu sehen - und die zwei, drei Tage dazwischen zu nutzen, um sich auf die nächste Partie vorzubereiten."

Positives hatte Schmidt gestern über zwei Außenverteidiger zu vermelden. Sebastian Boenisch und Roberto Hilbert konnten diese Woche ohne Beschwerden mittrainieren und stehen für die heutige Partie wieder zur Verfügung.

Quelle: RP
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