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Bayer Leverkusen
Die Hoffnungen ruhen auf Toprak

Das ist Ömer Toprak
Das ist Ömer Toprak FOTO: Miserius, Uwe
Leverkusen. Da Innenverteidiger Kyriakos Papadopoulos in der heutigen Partie gegen Eintracht Frankfurt wegen einer Rot-Sperre fehlt, wird Ömer Toprak wohl ins Abwehrzentrum zurückkehren. Mittelfeldmotor Sven Bender fällt weiterhin aus. Von Simon Janssen

Der sportliche Aspekt war für Roger Schmidt zunächst zweitrangig. "So etwas kann man nicht außen vor lassen. Wir haben im Mannschaftskreis darüber gesprochen", sagte der Trainer von Bayer 04 über die Anschläge von Paris, die zwei seiner Spieler - Bernd Leno und Christoph Kramer - vor gut einer Woche hautnah miterlebten. "Es ist ein Wahnsinn, was da passiert ist", sagte Schmidt. Der 48-Jährige hält es jedoch für die richtige Entscheidung, den Bundesligaspieltag stattfinden zu lassen. Auch wenn das Länderspiel der Deutschen Nationalmannschaft gegen die Niederlande am vergangenen Dienstag aufgrund von Terrorwarnungen abgesagt wurde. "Das beste Mittel ist, den Fußball in den Mittelpunkt zu stellen", sagte Schmidt.

Das will Bayer 04 in der heutigen Partie gegen Eintracht Frankfurt (15.30 Uhr) bestmöglich tun, um einen Sieg einzufahren - der bitter nötig wäre. Schließlich kassierte das Team von Roger Schmidt drei Niederlagen vor der Länderspielpause und befindet sich mit lediglich 17 Zählern auf Platz sieben - also im grauen Mittelfeld der Tabelle. "Es ist allerhöchste Eisenbahn", sagte Schmidt, der weiterhin auf Kapitän Lars Bender verzichten muss. "Er hat ein paar Trainingseinheiten mitgemacht, aber er ist noch nicht stabil im Sprunggelenk und hat immer noch Schmerzen", sagte Schmidt. Karim Bellarabi habe hingegen wieder ohne Beschwerden mit der Mannschaft trainiert.

Da in Mittelfeldmotor Bender und Innenverteidiger Kyriakos Papadopoulos (Rot-Sperre) zwei wichtige Stützen gegen das Team von Armin Veh nicht mitwirken können, rückt Ömer Toprak umso mehr in den Fokus. Schließlich hat der Türke nach seinem überstandenen Sehnenriss im Oberschenkel bereits beide Positionen gespielt. Es ist wahrscheinlich, dass Toprak heute mit Jonathan Tah die Innenverteidigung bildet. Dafür könnte Kevin Kampl, dessen Traum von der EM 2016 nach verlorenen Play-offs gegen die Ukraine unter der Woche platze, mit Kramer die Doppel-Sechs bilden.

Toprak sieht in Rom Rot und verschuldet Elfmeter FOTO: afp, mlm

Während sich das Gros der Werkself-Akteure auf Länderspiel-reisen befand, nutzte Toprak die Gelegenheit, seinen Trainingsrückstand zu verringern, der ihm in den vergangenen Partien in manchen Situationen anzumerken war. "Ömer hat diese Spiele gebraucht und ist jetzt in einem deutlich besseren Zustand", lobte Schmidt den 26-Jährigen, der nach seiner Verletzung zumeist im defensiven Mittelfeld eingesetz wurde. Spielte Toprak auf dieser Position, gab es für Bayer 04 keinen Sieg. Schmidt nimmt seinen Abwehrchef jedoch in Schutz: "Er hat es nicht immer perfekt gemacht, das hing aber auch mit seiner fehlenden Fitness zusammen."

Fit ist hingegen Stefan Kießling. Der Stoßstürmer verbrachte die Länderspielpause wie Toprak in heimischen Gefilden und hatte unter der Woche betont, mit seinem Joker-Dasein, das er in dieser Saison meist fristet, nicht zufrieden zu sein. Schmidt konterte die Aussage des Stürmers auf süffisante Weise: "Wenn ich mir das 20 Mal am Tag sage, dann bin ich irgendwann auch kein Bankspieler mehr."

Quelle: RP
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