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Bayer Leverkusen
Kohr ist Leverkusens neuer Türöffner

Karlsruhe - Leverkusen: Einzelkritik
Karlsruhe - Leverkusen: Einzelkritik FOTO: rtr
Karlsruhe . Mit seinem Treffer zu Beginn der Verlängerung hat der 23-Jährige der Werkself den Weg zum 3:0-Sieg im Pokal beim Karlsruher SC geebnet. Jetzt ist der Sommerzugang vom FC Augsburg auf den Geschmack gekommen. Von Sebastian Bergmann

Dominik Kohr war die Freude ins Gesicht gezeichnet. Viel besser hätte sein erstes Pflichtspiel für Bayer 04 nach seiner Rückkehr aus persönlicher Sicht kaum laufen können. Stark in den Zweikämpfen und dazu noch in der Offensive mit mehreren guten Aktion sowie dem wichtigen Treffer zum 1:0 per Kopf (93.) gehörte er zu den Besten unterm Bayer-Kreuz.

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"Wir sind froh, dass wir eine Runde weiter sind. Auch wenn wir das gerne schon nach 90 Minuten geschafft hätten", sagte Kohr. Dass die Mannschaft von Trainer Heiko Herrlich die Verlängerung gegen den Drittligisten benötigte, lag vor allem an der mangelnden Chancenverwertung der Werkself in den ersten 90 Minuten. Kevin Volland, Admir Mehmedi, Karim Bellarabi, Joel Pohjanpalo - fast jeder Bayer-Angreifer hatte mindestens eine gute Gelegenheit, um das Spiel in der regulären Spielzeit zu entscheiden.

Da der Angriff stockte, benötigte es Kohrs energischen Einsatzes nach einem Freistoß von Julian Brandt, um den Bann zu brechen. "Sven Bender hat mich vor dem Tor gut freigeblockt. Aber auch schon davor hatte ich ein paar gute Chancen", sagte Kohr. Seinen Kollegen aus der Offensivabteilung wollte er auch deshalb keinen Vorwurf machen. Leverkusens Trainer Herrlich zeigte sich indes mit der Leistung seines Teams "zufrieden, auch wenn der Türöffner eine Standardsituation war."

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Kohr als Torschütze - ein Modell mit Zukunft? In bislang 99 Bundesliga-Spielen für Augsburg und Leverkusen gelangen dem bissigen Defensiv-Allrounder gerade einmal drei Treffer. Sein Tor gegen den KSC war das erste überhaupt für die Profis von Bayer 04. Kohr: "Mich freut es natürlich, wenn ich mal treffe. So oft kommt das nicht vor. Ich will der Mannschaft helfen und das habe ich geschafft."

Für die neue Spielzeit hat sich der U21-Europameister vorgenommen, sich verstärkt in der Offensive blicken zu lassen. In der Jugend habe das noch häufiger funktioniert, sagte Kohr.

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Beim Bundesliga-Auftaktspiel in München am Freitag dürften aber vor allem Kohrs defensiven Qualitäten gefragt sein. Bis dahin müsse das Team weiter an der Chancenverwertung arbeiten, sagte der gebürtige Trierer. "Bei den Bayern werden wir nicht so viele Möglichkeiten bekommen. Da müssen wir eiskalt sein. Wenn wir das schaffen, bin ich optimistisch, dass wir auch in München etwas holen."

 
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