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Bayer Leverkusen
Bayer 04 durchlebt eine Verjüngungskur

Bayer 04 Leverkusen durchlebt eine Verjüngungskur
Kyriakos Papadopoulos bleibt in Leverkusen. FOTO: afp, ej
Leverkusen. Mit der Verpflichtung von Kyriakos Papadopoulos wurde eine wichtige Personalie abgehakt. Der Grieche ist der nächste Spieler, der jünger als 25 Jahre alt ist. Dem Kader fehlen jetzt noch ein, zwei alte Haudegen. Von Patrick Scherer

Otto Rehhagel sagte einmal: "Es gibt nicht jung oder alt, es gibt nur gut oder schlecht." Die Transferpolitik von Bayer 04 lässt bisher darauf schließen, dass auch die Werkself-Verantwortlichen diesem Leitgedanken folgen. Mit der gestrigen Bekanntgabe der Verpflichtung von Kyriakos Papadopoulos (23) bis ins Jahr 2020 hat der Fußball-Bundesligist den nächsten Profi, der jünger als 25 Jahre ist, verpflichtet. André Ramalho (23) und die Rückkehrer von Leihgeschäften, Christoph Kramer (24), Dominik Kohr (21), Seung-Woo Ryu (21) und Konstantinos Stafylidis (21) gehören ebenfalls der jüngeren Generation an. Leverkusen durchlebt derzeit eine Verjüngungskur.

Bayer 04 war mit 25,5 Jahren das achtjüngste Team der vergangenen Spielzeit. Dass Trainer Roger Schmidt keinen gesteigerten Wert auf Jahrgänge legt, bewies er bereits in der Hinrunde: Beim 1:4 in Wolfsburg stand mit durchschnittlich 23,2 Jahren die jüngste Startelf aller Teams der gesamten abgelaufenen Bundesliga-Saison auf dem Platz. Die Transferaktivitäten der Leverkusener belegen, dass der Trainer von dieser Marschroute nicht abkehren wird: Emir Spahic (34), Simon Rolfes (33), Gonzalo Castro (28) und Stefan Reinartz (26) haben den Verein verlassen. Philipp Wollscheid (26) kehrt ebenfalls nicht zurück. Im Kader stehen zudem weitere Jungspunde: Julian Brandt (19), Tin Jedvaj (19), Wendell (21), Hakan Calhanoglu (21). Dieses Quartett belegt zwar, dass auch Talente im jungen Alter schon als Leistungsträger fungieren können, dennoch machten Manager Jonas Boldt und Sportdirektor Rudi Völler unlängst klar, dass noch Männer mit Erfahrung verpflichtet werden müssen. Nun ist Erfahrung nicht zwingend mit Alter gleichzusetzen - was unter anderem Ömer Toprak (25) und Lars Bender (26) beweisen - doch ein, zwei alte Haudegen, die Stefan Kießling (31) und Roberto Hilbert (30) zur Seite stehen, würden dem Kader aller Voraussicht nach gut tun. Auch weil weitere ältere Akteure, wie Dario Kresic (31), David Yelldell (33) oder Sebastian Boenisch (28) weit weg von der Startelf sind.

Das Problem für Boldt und Völler: Bezahlbare Profis, die neben einem gesetzteren Alter auch die nötige Qualität und Fitness für das auf viele Sprints ausgelegte Schmidt'sche Spielsystem mitbringen, sind rar gesät. Ein weiterer Innenverteidiger und ein Spieler fürs zentrale Mittelfeld werden gesucht. Sollte Josip Drmic einen Verein präsentieren, der eine akzeptable Ablöse zahlt, bestünde auch im Sturm noch Handlungsbedarf.

Quelle: RP
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