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Bayer Leverkusen
Fans müssen mit längeren Wartezeiten vorm Stadion rechnen

Bayer 04 Leverkusen: Fans müssen mit längeren Wartezeiten vorm Stadion rechnen
Die Sicherheitsmaßnahmen vor der BayArena werden verschärft. FOTO: Miserius, Uwe (umi)
Leverkusen. Nach den Terroranschlägen von Paris und dem abgesagten Länderspiel zwischen der deutschen Nationalmannschaft und den Niederlanden in Hannover setzen Polizei und Sicherheitspersonal auch im Rahmen des Bundesligaspiels zwischen Bayer 04 und dem FC Schalke 04 am kommenden Sonntag (17.30 Uhr) auf intensive Personenkontrollen.

Um die Maßnahmen ohne Verzögerungen zu realisieren, wird das Stadion bereits eine halbe Stunde früher als üblich geöffnet. Am vergangenen Spieltag musste die Bundesliga-Partie zwischen dem VfB Stuttgart und dem FC Augsburg aufgrund der verschärften Sicherheitsmaßnahmen verspätet angepfiffen werden. Dies soll durch die zeitige Öffnung der Eingänge verhindert werden.

Der Verein appelliert dennoch an die Fans, mehr Zeit einzukalkulieren und früher an der BayArena zu sein als sonst. "Wer um 15.15 Uhr ankommt, wird nicht um 15.30 Uhr an seinem Platz sein", kündigt Michael Schade an, Geschäftsführer von Bayer 04. Wie schon vor der Partie bei Eintracht Frankfurt am vergangenen Wochenende werde ausnahmslos jede Person kontrolliert, die das Stadion betreten möchte - erstmals auch im VIP-Bereich. "In Frankfurt sind Rudi Völler und ich auch kontrolliert worden - und das ist auch richtig so", sagt Schade.

Dafür stehen dem Verein zusätzliche Kräfte zur Verfügung. "Am Sonntag wird mehr Sicherheitspersonal an der BayArena sein, um die Behinderung so gering wie möglich zu halten", sagt Ralf Zieber, Sicherheitsbeauftragter bei Bayer 04. Man habe ein sehr variables Sicherheitskonzept, was in Absprache mit den Behörden den Begebenheiten angepasst werden könne.

Laut Schade habe man in der vergangenen Woche in Zusammenarbeit mit den Sicherheitskräften und der Polizei das bestehende Sicherheitskonzept analysiert. "Dabei haben wir festgestellt, dass es bereits sehr gut ist, dennoch gibt es einige Punkte, die wir noch verbessern können", sagt der 62-Jährige, der derzeit in Deutschland ein generelles Risikopotenzial bei Großveranstaltungen mit hohem Menschenaufkommen sieht. Nach Angaben der Polizei Köln seien gestern Abend mit dem Verein letzte Details besprochen worden, welche Sicherheitsvorkehrungen man für das Spiel gegen Schalke treffen wird.

In den vergangenen Tagen richteten sich die Verantwortlichen von Bayer 04 - insbesondere Meinolf Sprink, Direktion Fans/Soziales - zudem immer wieder mit dem Appell an die Fans, auf den Einsatz jeglicher Pyrotechnik zu verzichten. "Es ist ja grundsätzlich verboten - aber es auch noch in dieser Phase zu machen, halte ich für eine bodenlose Verantwortungslosigkeit", sagt der Geschäftsführer. Schließlich könne durch die Knallkörper sehr leicht eine Massenpanik ausgelöst werden. "Ich hoffe, dass die Fans merken, dass sie dadurch ungeheuren Schaden anrichten können", sagt Schade.

(jasi)
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