| 12.18 Uhr

Duell der Champions-League-Aspiranten
Bayer-Trainer Herrlich nimmt seine Spieler beim Wort

Bayer 04 Leverkusen: Heiko Herrlich nimmt seine Spieler beim Wort
Keine Ausreden mehr: Bayer-Trainer Heiko Herrlich (r.) will Kevin Volland und die Werkself künftig an der in Leipzig gezeigten Leistung messen. FOTO: imago
Leverkusen. Am Samstag empfängt die Werkself den Tabellennachbarn aus Frankfurt zum Duell der Champions-League-Aspiranten. Trainer Heiko Herrlich wendet nach dem Triumph in Leipzig einen psychologischen Kniff bei seinen Spielern an. Von Sebastian Bergmann

Nach dem Spiel gegen Leipzig waren sich Kevin Volland und Jonathan Tah einig: Die Leistung, die Bayer 04 am Montag beim 4:1-Erfolg in Sachsen gezeigt habe, müsse nun der Maßstab sein. Trainer Heiko Herrlich führte seiner Mannschaft die Aussagen noch einmal vor - in der Hoffnung, dass die Worte der beiden Stammspieler Gehör finden.

"Das war ein ganz klares Signal an alle anderen Spieler, weiter die Bereitschaft an den Tag zu legen und das abzurufen, was sie am Montag abgerufen haben", erklärte Herrlich. Ihm sei klar, dass das "nicht immer zu 100 Prozent" funktionieren könne, doch "der absolute Wille muss erkennbar sein". Herrlich nimmt seine Profis beim Wort. Ob er damit Erfolg hat, wird sich schon heute zeigen. Ab 15.30 Uhr kommt es zum Duell der Werkself gegen den hessischen Mitbewerber um die Champions-League-Ränge: Eintracht Frankfurt.

Der mit zwei Punkten weniger nur einen Rang hinter Bayer 04 liegende Tabellenfünfte kommt vorerst zum letzten Mal mit Trainer Niko Kovac in die BayArena. Wie gestern bekannt wurde, übernimmt der ehemalige Leverkusener Profi (1996 bis 1999, 77 Spiele, acht Tore) zur neuen Saison den Cheftrainerposten von Jupp Heynckes beim FC Bayern München. Herrlich glaubt angesichts des nun bestätigten Wechsels nicht an einen Spannungsabfall beim Gegner - auch, wenn die Bekanntgabe der Münchner für Aufruhr nicht nur bei Frankfurts Sportdirektor Fredi Bobic sorgte.

"Ich bin sicher, dass sie das hinkriegen werden. Dafür sind sie alle professionell genug - der Trainer vorneweg", sagte der Bayer-Coach, der Kovac zur neuen Stelle beglückwünschte: "Er hat aus einem Abstiegskandidaten eine Mannschaft geformt, die ambitioniert ist, oben mitzuspielen." Frankfurt habe noch immer die Möglichkeit, unter die ersten Vier zu kommen. "Er hat dort super Arbeit geleistet."

Verzichten müssen wird Herrlich heute Nachmittag wahrscheinlich auf Sven Bender. Der Abwehrchef von Bayer 04 hat sich am Montag in Leipzig das Sprunggelenk verstaucht und wird wohl verletzt ausfallen. Kurios: Das letzte Spiel, das der 28-Jährige nicht mitmachen konnte, war das Duell gegen Frankfurt in der Hinrunde (1:0 für Leverkusen). Damals laborierte der Innenverteidiger an einem Rippenbruch.

Für Wendell, der sich in Leipzig einen doppelten Bänderriss im Sprunggelenk zuzog und vier Wochen ausfällt, könnte Panagiotis Retsos in die Startformation rücken. Auch Torhüter Bernd Leno, der sich am Montag am Knie verletzte und vor seinem 300. Pflichtspiel für die Werkself steht, wird es eng. Sollte er ausfallen, könnte Lenos Vertreter Ramazan Özcan zu seinem Ligadebüt unter dem Bayer-Kreuz kommen. "Er ist immer bereit, trainiert super und gibt der Mannschaft Selbstvertrauen", sagte Herrlich.

Quelle: RP
 
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