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Bayer Leverkusen
Herrlich will Worten Taten folgen lassen

Heiko Herrlich: Torjäger, Aufstiegstrainer, Leverkusen-Coach
Heiko Herrlich: Torjäger, Aufstiegstrainer, Leverkusen-Coach FOTO: dapd, dapd
Leverkusen. Der Trainer von Bayer 04 nimmt seine Mannschaft vor dem Auftaktspiel im DFB-Pokal heute Abend beim Karlsruher SC in die Pflicht. Werkself-Kapitän Lars Bender fällt wegen einer Einblutung im Muskel erwartungsgemäß aus. Von Sebastian Bergmann

An die vergangene Pokal-Saison hat Heiko Herrlich keine guten Erinnerungen. Mit seinem damaligen Klub Jahn Regensburg scheiterte der jetzige Coach von Bayer 04 in der ersten Runde des DFB-Pokals an Hertha BSC. Besonders schmerzhaft war für den 45-Jährigen die Blamage im bayrischen Landespokal. Mit dem SSV schied Herrlich nach einer 2:0-Führung noch mit 4:5 nach Elfmeterschießen gegen den Siebtligisten TV Aiglsbach aus. "Pokal heißt: Leben oder Sterben - Ausscheiden oder Weiterkommen", sagte Herrlich gestern. Am Freitag gastiert er mit Bayer 04 beim Drittligisten Karlsruher SC (20.45 Uhr/Live-Ticker). "Das Weiterkommen ist unser absolutes Ziel. Es gibt keine zweite Chance." Für Herrlich ist der Pokalauftakt das Pflichtspieldebüt unterm Bayer-Kreuz.

Der Coach der Werkself wurde in den vergangenen Wochen nicht müde, vor dem schwach in die Saison gestarteten KSC, der nur eines seiner vier Drittliga-Spiele gewann, zu warnen. "Wenn man da ein bisschen nachlässig ist, kann es ein böses Erwachen geben", betonte Herrlich.

Sicherlich habe sein Team in den Testspielen, von dem es nur das erste gegen die Amateure des VfB Speldorf gewann, nicht gerade geglänzt. Doch dass die Werkself nach dem 0:2 bei der Generalprobe gegen Celta Vigo noch einmal zurückgekommen sei und ein 3:3 schaffte, habe aber gezeigt, welch "tolle Moral" in der Mannschaft stecke. Es scheint wahrscheinlich, dass Herrlich keine oder nur wenige Veränderungen im Vergleich zum Spiel gegen die Spanier vornehmen wird.

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Das würde bedeuten, dass im zentralen Mittelfeld Kevin Kampl und Rückkehrer Dominik Kohr ein Duo bilden - nicht zuletzt weil Lars Bender (Einblutung im Muskel) wie erwartet verletzt fehlt.

Admir Mehmedi könnte auf der linken Seite den Vortritt vor Julian Brandt erhalten, der erst Ende Juli in die Vorbereitung eingestiegen ist. Der Confed-Cup-Fahrer hatte zuletzt betont, nach einer schwachen Saison "in der Bringschuld zu sein". Herrlich weiß die Selbstkritik seines Talents zu schätzen, sagt aber zugleich: "Worte können Lügen - Taten nicht. Wir werden das Pokalspiel seriös angehen und müssen hochkonzentriert sein."

Der Gegner aus Karlsruhe hat nach dem Abstieg aus der Zweiten Liga einen Umbruch hinter sich. 26 Spieler haben den Klub verlassen, 20 sind neu hinzugekommen. Aufpassen müssen wird Bayer 04 vor allem auf Torjäger Anton Fink. Der 30-jährige war zu Saisonbeginn vom Chemnitzer FC zum KSC gewechselt. Mit 116 Toren in 254 Spielen ist er Rekordtorschütze der 3. Liga. Trainer des KSC ist Marc-Patrick Meister.

Voraussichtliche Aufstellung von Bayer 04: Leno - Wendell, Tah, S. Bender, Henrichs - Kohr, Kampl - Mehmedi, Bellarabi - Havertz, Volland.

Quelle: RP
 
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