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Bayer Leverkusen
Werkself igelt sich vor dem Kellerduell in Ingolstadt ein

Das Restprogramm der Abstiegskandidaten
Das Restprogramm der Abstiegskandidaten FOTO: ap, mm
Leverkusen. In Krisensituationen ist es ein gängiges Verhaltensmuster, dass bedrohte Gruppen ihren Gemeinschaftssinn entdecken. Dieses Verhalten war in dieser Woche auch unterm Bayer-Kreuz zu beobachten. Von Dorian Audersch und Sebastian Bergmann

Manager Jonas Boldt sagte: "In unserer Situation haben wir nur eine Chance - und zwar, wenn alle an einem Strang ziehen." Besonders sichtbar wird die neue Wagenburgmentalität an der Tatsache, dass die Werkself vor dem Kellerduell am Samstag beim FC Ingolstadt (15.30 Uhr/Live-Ticker) seit Donnerstag ein Kurztrainingslager in München bezogen hat.

Weitere Beispiele: Klubchef Michael Schade reist im Fanbus nach Ingolstadt, auch Vereinsikone Rüdiger Vollborn und Ex-Profi Stefan Reinartz sind mit an Bord. Mit ihnen nehmen etwa 1000 Fans und Mitarbeiter die fünfstündige Fahrt gen Süden auf sich. "Diese Solidarität freut uns riesig", betonte Korkut. "Es zeigt, dass wir alle zusammenrücken. Es ist wichtig, dass wir in unserer aktuellen Situation ein Zeichen setzen." Freilich ist es nicht das erste Zeichen, das sich der Coach von Team und Umfeld wünscht. Bisher sind seine Appelle wirkungslos geblieben. Drei Spieltage vor dem Saisonende belegt die Werkself einen enttäuschenden zwölften Tabellenplatz. Das Horrorszenario Relegation ist denkbar. Ein Sieg könnte allerdings schon für den Klassenerhalt reichen, wenn Wolfsburg und Hamburg ihre jeweiligen Spiele nicht gewinnen. Doch nach dem 1:4-Debakel gegen den FC Schalke scheint das Selbstvertrauen weiter schwer angeschlagen.

Julian Brandt wird nicht helfen können, die Werkself in Ingolstadt wieder auf Kurs zu bringen. Er fehlt wegen muskulärer Probleme, verkündete allerdings in dieser Woche, zumindest nicht in der kommenden Transferperiode zum Rekordmeister nach München zu wechseln. Als einen Grund nannte der 21-Jährige den Wunsch nach regelmäßiger Spielzeit - ein Pluspunkt für den Standort Leverkusen, wo Brandt einen Vertrag bis 2019 besitzt. Ob das Innenverteidiger-Duo Ömer Toprak (Bänderanriss im Sprunggelenk) und Jonathan Tah (Oberschenkelprobleme) in Ingolstadt spielen kann, ist fraglich - doch jetzt ist ohnehin das ganze Team gefragt.

Quelle: RP
 
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