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Bayer Leverkusen
Brandts Schwung als Erfolgsgarant

Brandt sorgt für 2500. Gegentor des VfB
Brandt sorgt für 2500. Gegentor des VfB FOTO: Screenshot Sky
Stuttgart. Das frühe Tor des 19-Jährigen beflügelte ihn zu einer starken Leistung. Sportdirektor Rudi Völler hatte Brandt zu einer Änderung seiner Spielweise geraten. Auch die anderen jungen Kräfte boten eine ansprechende Leistung. Von S. Sandmeier und M. Neukirch

Verschmitzt und selbstbewusst grinste Julian Brandt in den Weiten des Stuttgarter Stadions. Merklich erleichtert kommentierte der 19-Jährige seine Leistung, nachdem er zum ersten Mal in der Bundesliga an gleich zwei Toren beteiligt war. "Nach so einem Spiel muss man die Jungen loben. Dazu gehöre ich auch, selbst wenn ich schon ein paar Spiele auf dem Buckel habe", sagte Brandt und meinte vor allem die beiden Startelf-Debütanten Benjamin Henrichs und Vladlen Yurchenko, die in seinen Augen "sehr gut gespielt haben". Vor allem der Ukrainer überraschte mit seiner routinierten Spielweise.

Rudi Völler sah in Brandts Leistung die Bestätigung seiner Ratschläge. "Wir haben Julian mit auf den Weg gegeben, dass er noch egoistischer sein muss. Dass er öfter den Abschluss selbst suchen und nicht immer das Abspiel versuchen sollte. Schießen kann er ja. Heute hat er ein sehr gutes Spiel gemacht", erklärte der Sportdirektor und verwies auf die Szene in der elften Minute, als Brandt, von Karim Bellarabi klug eingesetzt, den Ball vorbei an Stuttgarts Keeper Tyton in die Maschen schoss.

"Ich habe ehrlich gesagt nicht richtig gesehen, dass der Ball drin war", entschuldigte sich Brandt fast schon ein wenig. Dass er zwei weitere Großchancen ausließ, als er Tyton bei zwei fein herausgespielten Gegenstößen anschoss, und ihm in der 57. Minute der Pfosten im Weg stand, wurmte ihn nur bedingt. "Es sind ja noch ein paar Spiele, da muss man sich das Schussglück auch noch etwas aufheben", flachste er. Dass der offensive Mittelfeldspieler überhaupt so oft aufs Tor schoss, lag für ihn am "Schwung, den so ein frühes Erfolgserlebnis eben bringt".

Der andere, der für Bayers Sieg maßgeblich verantwortlich war, ließ sich zu der Zeit bereits in den Katakomben des Stadions behandeln. Bellarabi hatte aufgrund von Fußproblemen bereits das Warmmachen abbrechen müssen. Im Verlauf des Spiels bekam er noch ein, zwei Schläge dazu und humpelte bis zu seiner Auswechslung häufiger.

"Karim gehört zu den Spielern, die am meisten darunter gelitten haben, dass wir wegen der vielen Verletzten weniger rotieren konnten in den letzten sechs Englischen Wochen. Von ihm erwarten wir auch, dass er auf die Zähne beißt - und das hat er heute eindrucksvoll getan. Du wirst vom lieben Gott belohnt, wenn du etwas dafür tust", lobte Völler den Mann, der mit einem wuchtigen Spannschuss das vorentscheidende 2:0 markiert hatte und schließlich in der 68. Minute nicht mehr konnte - und seine verdiente Pause erhielt.

"Das Ergebnis und die drei Zu-Null-Spiele am Stück geben uns Hoffnung für die Zeit nach der Länderspielpause", blickt Völler voraus. Dort warten dann erst der Konkurrent Wolfsburg, dann der rheinische Rivale aus Köln. "Jetzt stehen wir wieder ganz gut da, aber wir haben ja gesehen, wie schnell es gehen kann", erklärte Bernd Leno.

Quelle: RP
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