| 16.08 Uhr

Bayer spielt nur 2:2
Karim Bellarabi verletzt sich beim Test gegen Münster

Porträt: Das ist Karim Bellarabi
Porträt: Das ist Karim Bellarabi FOTO: Uwe Miserius
Leverkusen. Das Team von Trainer Heiko Herrlich kommt gegen den Drittligisten Preußen Münster nicht über ein 2:2-Unentschieden hinaus. Lucas Alario erzielt beide Treffer für Bayer 04. Die Verletzung von Karim Bellarabi überschattet indes das Spiel. Eine genaue Diagnose steht noch aus. Von Dorian Audersch

Zum zweiten Testspiel innerhalb von 24 Stunden bat Trainer Heiko Herrlich seine Mannschaft am Samstagnachmittag. Nach dem 2:1-Sieg gegen den Zweitligisten Greuther Fürth am Freitag ging es nun gegen den Drittligisten Preußen Münster, gegen den sich der Bundesligist vor rund 1500 Zuschauern im Ulrich-Haberland-Stadion mit einem 2:2 (2:1) begnügen musste.

Herrlich hatte erwartungsgemäß durchrotiert, um vor dem Start der Rückrunde gegen den FC Bayern München am kommenden Freitag (20.30 Uhr) möglichst allen Spielern im Kader Praxis zu geben. Diesmal stand eine komplett andere Startelf unter anderem mit Benjamin Henrichs, Wendell, Charles Aránguiz, Karim Bellarabi, Lucas Alario und Stefan Kießling auf dem Feld – und die legte von der ersten Minute an los.

In der 6. Minute testete Alario vergeblich Münsters Schlussmann Nils Körber, zwei Minuten später erzielte der Argentinier das 1:0 nach Vorlage von Kießling (8.). Vier Minuten später verpasste der bestens aufgelegte Sommerzugang knapp das zweite Tor. Die Hereingabe von Bellarabi war etwas zu scharf. Auch in der 20. Minute fehlte dem Südamerikaner das nötige Glück. Sein Versuch ging knapp am Tor vorbei, Bellarabis Schuss aus knapp 20 Metern ein paar Sekunden später war kein Problem für Körber. 

Preußen Münster spielte zwar engagiert, kam seinerseits aber bestenfalls durch Standardsituationen gefährlich vor das Tor der Werkself. Keeper Ramazan Özcan hatte über weite Strecken des Spiels nichts zu tun – ganz im Gegensatz zu seinem Gegenüber, das in der 27. Minute erneut einen Schuss von Alario parierte. Auch Joel Pohjanpalo reihte sich in den Bayers Chancenreigen ein (30./31.). Dass Alario drei Minuten später das 2:0 markierte, war angesichts der klaren Überlegenheit der Werkself im Grunde nur logisch. Pohjanpalo konnte wegen des starken Münsteraner Schlussmanns indes nicht jubeln (38.).

Kurz vor der Pause dann ein Lebenszeichen des Drittligisten: Erst parierte Özcan einen Schuss von Moritz Heinrich, dann rettete Wendell den Nachschuss auf der Linie, doch der Ball landete vor den Füßen von Tobias Warschewksi, der ins lange Eck vollstreckte (39.).

Nach der Pause ging es ähnlich weiter: Bellarabi prüfte mit einem Schuss aus der zweiten Reihe erneut den starken Keeper der Gäste (50.) – und kurz danach fand seine flache Hereingabe in Kießling nicht ihren Abnehmer. Besser machte es auf der Gegenseite Akono Cyrill in der 63. Minute, der nach einer Ecke einen Schuss von Stephane Tritz mit der Hacke zum Ausgleich in das Leverkusener Tor beförderte. 

Die Antwort der Werkself ließ nicht lange auf sich warten, doch Kießling verpasste die neuerliche Führung per Kopfball knapp (67.), ebenso wie Lucas Alario (71.). Nur Marlon Frey war es zwischen den beiden Torchancen für die Gastgeber zu verdanken, dass der Außenseiter nicht in Führung ging: Er rettete kurz vor der Linie für den bereits geschlagenen Niklas Lomb (70.). Danach zerfaserte die bis dahin muntere Partie ein wenig.

Eine Schrecksekunde erlebten die Bayer-Fans in der Schlussphase. Nach einem Foul von Fabian Menig ging der bis dahin gut spielende Karim Bellarabi zu Boden und musste länger am Schienbein behandelt werden. Unter dem Beifall des Publikums humpelte der 27-Jährige vom Platz – gestützt von zwei Betreuern (79.). Die genaue Diagnose steht noch aus. Auch danach ging es vor allem durch die aggressive Spielweise der Gäste ruppig weiter, doch weitere Tore fielen trotz guter Gelegenheiten auf beiden Seiten nicht mehr.

 
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