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Bayer Leverkusen
Kampl sehnt Chicharitos Rückkehr herbei

Bayer 04 Leverkusen: Kevin Kampl sehnt Chicharitos Rückkehr herbei
Kevin Kampl (l.) hat sich bislang nicht wirklich als Torjäger empfehlen können: In 48 Ligaspielen für Bayer 04 kommt der 26-Jährige auf vier Treffer. Teamkollege Chicharito traf hingegen schon 27 Mal in 51 Partien. FOTO: imago
Leverkusen. Der Mittelfeldspieler der Werkself hofft, schon am Sonntag wieder mit dem Torjäger von Bayer 04 gemeinsam auf dem Platz stehen zu können. Die Chancen, dass der Mexikaner rechtzeitig fit für das Freiburg-Spiel wird, sind gut. Von Sebastian Bergmann

Erst hakte es in der Defensive, jetzt stottert der Angriff. In bislang sechs Bundesliga-Spielen unter Trainer Tayfun Korkut ist Bayer 04 nun schon drei Mal ohne eigenen Treffer geblieben. Auch in Leipzig und gegen München hofften die Leverkusener Fans über 180 Minuten vergeblich auf ein Tor ihres Teams. Jetzt ruhen die Hoffnungen der Werkself und ihrer Anhänger auf einem möglichen Rückkehrer: Chicharito. Der Mexikaner, der sein letztes Spiel vor über einem Monat beim 0:1 in Hoffenheim absolvierte, ist Anfang der Woche ins Teamtraining zurückgekehrt. Seine Oberschenkelzerrung, die er von einer Länderspielreise mitgebracht hatte, scheint kuriert - ein Einsatz am Sonntag in Freiburg (15.30 Uhr/Live-Ticker) ist nun wahrscheinlich.

"Wir alle wissen, wie wichtig er und seine Tore für die Mannschaft sind", sagte Teamkollege Kevin Kampl. Der 26-Jährige setzt vor allem auf die Erfahrung Chicharitos, der bereits für die europäischen Spitzenklubs Real Madrid und Manchester United auf Torejagd ging. "Durch seine Ruhe und Erfahrung kann er uns in dieser schwierigen Situation sicher weiterhelfen."

Aktuell stehen die Chancen auf eine Rückkehr des mit zehn Saisontoren nach wie vor besten Bayer-Angreifers am Sonntag gut. Coach Korkut deutete bereits an, dass der 28-Jährige beim Duell mit Freiburg wohl schon in der Startelf stehen könnte, sollte es keinen unerwarteten Rückschlag geben. "Er fühlt sich gut", sagte der Trainer der Werkself nach der ersten Einheit, die Chicharito komplett mit dem Team bestritten hatte. Das München-Experiment, Kampl als zweite Spitze zu bringen, dürfte mit Chicharitos Rückkehr zudem beendet sein. Der slowenische Nationalspieler könnte so wieder auf seine angestammte Position auf die Doppelsechs zurück. Charles Aránguiz, der gegen die Bayern in der Anfangsformation stand, müsste dann wohl wieder mit einem Bankplatz vorliebnehmen.

Neben der Rückkehr Cicharitos sehnt Kampl, der beim 2:3 gegen Leipzig in der Hinrunde seinen bisher einzigen Saisontreffer erzielt hatte, vor allem einen Sieg in Freiburg herbei. "Ein Dreier würde uns auch mit Blick auf die Tabelle extrem guttun", sagte er. Zwar sei Freiburg, das derzeit als Aufsteiger den von Bayer 04 anvisierten sechsten Platz belegt, ein schwieriger Gegner. "Aber wir werden unsere Chancen bekommen, das Spiel zu gewinnen", sagte Kampl und merkte an: "Im Spielaufbau müssen wir ruhiger werden und dann noch bessere Chancen nach vorne kreieren."

Neben Chicharito konnte auch Innenverteidiger Jonathan Tah in dieser Woche nach seinem Muskelfaserriss wieder ins Teamtraining einsteigen. Ob es für den Nationalspieler, der wegen seiner Verletzung bereits seit Anfang Februar pausiert, bis Sonntag reicht, ist aber noch offen.

Die Partie beim SC Freiburg dürfte indes wohl die letzte Chance für Leverkusen, noch einmal einen Angriff auf die internationalen Plätze zu probieren. Mut, dass die zuletzt entwickelte Torarmut der Werkself in Freiburg ein Ende findet, macht zumindest der Blick auf die Gegentor-Bilanz des Teams von Trainer Christian Streich: Nur Darmstadt (57) und der HSV (53) kassierten bislang mehr Tore als Freiburg (51).

Quelle: RP
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