| 18.17 Uhr

1:1 in Ingolstadt
Das Zittern für Bayer geht weiter

Nur Havertz und Leno überzeugen
Nur Havertz und Leno überzeugen FOTO: dpa, puc nic
Beim Vorletzten FC Ingolstadt kam Bayer Leverkusen nicht über ein 1:1 (0:0) hinaus. Zwar hat das Team von Trainer Tayfun Korkut durch das Remis den direkten Abstieg vermieden - die Relegation ist zwei Spieltage vor Schluss aber noch immer im Bereich des Möglichen. Von Sebastian Bergmann, Ingolstadt

Coach Korkut hatte sein Team im Vergleich zum 1:4-Debakel gegen den FC Schalke 04 gleich auf fünf Positionen verändert. Für den verletzten Ömer Toprak (Bänderteilanriss im Sprunggelenk) rückte Aleksandar Dragovic in die Innenverteidigung. Wendell ersetzte Roberto Hilbert als Außenverteidiger und Julian Baumgartlinger Kevin Kampl auf der Doppelsechs. Statt Nationalspieler Karim Bellarabi schenkte Korkut dem 17-jährigen Kai Havertz das Vertrauen in der Anfangsformation. Für den wegen muskulärer Probleme  daheimgebliebenen Julian Brandt durfte Admir Mehmedi beginnen.

Die angeschlagenen Toprak, Jonathan Tah (Oberschenkelprobleme), Kapitän Lars Bender und Danny da Costa, der nicht im Kader stand, unterstützten ihre Teamkollegen in Ingolstadt von der Tribüne aus. Eine Reihe über ihnen nahmen zu Beginn der Partie Klubchef Michael Schade, Sportdirektor Rudi Völler und Manager Jonas Boldt Platz.

Im richtungsweisenden Kellerduell tasteten sich beide Mannschaften zunächst ab. Die Angst, den ersten Fehler zu begehen, war spürbar. Doch die "Schanzer", bei denen Matthew Leckie nach drei Minuten per Kopf die erste gute Chance des Spiels hatte, wurden mit zunehmender Spieldauer stärker und übernahmen nach etwa einer Viertelstunde die Kontrolle über das Spiel. Immer wieder kamen die Ingolstädter über die Außenpositionen zu gefährlichen Flanken. Als Ingolstadts Kapitän Marvin Matip in der 37. Minute aus kurzer Distanz zum Kopfball kam, durfte sich die Werkself mal wieder bei ihrem Torhüter Bernd Leno bedanken, der mit einer Glanzparade auf der Linie das 0:1 verhinderte. Die Leverkusener, die von circa 1000 Fans und Mitarbeitern begleitet wurden, blieben im ersten Durchgang ohne echte Torchance.

Bayer 04 verzichtete in der Halbzeit zwar auf Wechsel, wirkte dennoch verändert. In der 52. Minute hatte Fan-Liebling Stefan Kießling die bis dato größte Chance für die Gäste auf dem Fuß. Nach Zuspiel von Aránguiz tauchte der 33-Jährige frei vorm Tor der Hausherren auf - und zielte am rechten oberen Toreck vorbei.

17-jähriger Havertz rettet einen Punkt

Das Korkut-Team witterte nun Morgenluft und kam durch einen Freistoß von Wendell (59.) zur nächsten guten Gelegenheit. Die Partie wurde nun insgesamt hitziger. Erst recht, als Kevin Volland einen Konter von Dario Lezcano mit einer unsanften Grätsche verhinderte und Gelb dafür sah (60.).

Doch gerade, als die Werkself verstanden zu haben schien, worauf es im Abstiegskampf ankommt, traf der zur Pause eingewechselte Sonny Kittel mitten ins Herz der Bayer-Fans (73.). Immerhin ließ die Antwort der Gäste nicht lange auf sich warten. Nur fünf Minuten später köpfte Abiturient Kai Havertz nach einem Eckball von Wendell zum 1:1 ein. In der 83. Minute hatte Kevin Volland dann die Riesenchance, das Spiel komplett zu drehen. Er umkurvte zunächst FCI-Torwart Martin Hansen und schoss anschließend aufs vermeintlich leere Tor - wo Suttner den Ball in letzter Sekunde noch rettete.

Am kommenden Samstag empfängt der Werksklub den 1. FC Köln zum Nachbarschaftsduell. Für Bayer 04 geht es dann nicht mehr nur um Derbypunkte, sondern um wesentlich mehr: den Klassenerhalt. 

 
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