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Kopfnuss gegen Ordner
Bayer muss Spahic entlassen

Porträt: Emir Spahic – HSV-Profi und Fußball-Rüpel
Porträt: Emir Spahic – HSV-Profi und Fußball-Rüpel FOTO: afp, agz
Meinung | Leverkusen. Emir Spahic hat, das belegt ein Video, nach dem Aus im DFB-Pokal gegen den FC Bayern München einem Ordner eine Kopfnuss verpasst. Es ist nicht die erste Entgleisung des Verteidigers von Bayer Leverkusen. Von Robert Peters

Vor fast zwei Jahren verpflichtete Bayer Leverkusen den Abwehrspieler Emir Spahic. Die Verantwortlichen beglückwünschten sich gegenseitig. Denn sie waren sicher, dass sie im damaligen Kapitän der Nationalmannschaft von Bosnien-Herzegowina endlich einen Verteidiger geholt hatten, der den Feingeistern in der Werkself mit gelegentlich auch mal unfeinen Methoden den Rücken freihalten würde. Spahic entsprach diesen Erwartungen.

Alles könnte damit gut sein. Ist es aber nicht, weil der Herr Spahic auch außerhalb des Fußballplatzes mehrmals durch großen Kampfgeist auffiel. Sein bislang letzter unrühmlicher Auftritt hat nun sogar den Staatsanwalt auf den Plan gerufen. Auf einem Video, das im Internet kursiert, ist deutlich zu erkennen, wie der Verteidiger einem Leverkusener Ordner nach dem Pokalspiel gegen Bayern München im Stadion-Innenraum einen Kopfstoß versetzt. Der Ordner hatte die unerhörte Frechheit besessen, Spahic und einigen guten Kumpels den rechten Weg zu einer Loge zu weisen. Spahic scheint allerdings fest davon überzeugt zu sein, dass er allein weiß, wo es langgeht.

Die Verantwortlichen bei Bayer sind deshalb längst nicht mehr so glücklich wie im Sommer 2013. Sie bezahlen den 34 Jahre alten Berufsfußballer schließlich nicht für Schlägereien mit dem eigenen Ordnungspersonal. Es bleibt ihnen nur eine Möglichkeit: Sie müssen Spahic entlassen. Er ist weder als Werbeträger fürs große Ganze noch als Sportler tragbar.

Quelle: RP
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