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Bayer Leverkusen
Nächstes Kapitel Champions League

Leno verschätzt sich beim Herauslaufen und verschuldet Gegentor
Leno verschätzt sich beim Herauslaufen und verschuldet Gegentor FOTO: dpa, mjh
Leverkusen. Zum vierten Mal in Folge ist Bayer 04 Teil der Königsklasse. Auftaktgegner ist morgen ZSKA Moskau, der Tabellenzweite der russischen Liga. Das Spiel gegen den HSV diente als Einstimmung und Warnung zugleich. Von Stefanie B.-Sandmeier

In Rudi Völlers Gesicht war nach dem Sieg gegen den Hamburger SV viel Erleichterung abzulesen. An der Gesamteinschätzung seines Trainers Roger Schmidt, der nach dem 3:1 von einem "völlig verdienten Sieg" sprach, "auch wenn es für den Gegner, der lange geführt hat, bitter war", zweifelte auch er nicht. Dass der Weg zum ersten Erfolg in dieser Bundesliga-Saison aber kräftezehrend und zeitweise umständlich war, mochte auch der Sportchef nicht verbergen. "Wie schon im ersten Spiel in Gladbach waren wir in vielen Belangen noch etwas unsauber. Bei aller Euphorie und bei allem Lob nach der Vorbereitung: Ein paar Dinge müssen wir in den kommenden Wochen besser machen", forderte Völler, der weiß: "Am Ende kommen die Spiele noch, die du gewinnen musst. Umso wichtiger war dieser Sieg." Auch - und vor allen - mit Blick auf das eigene Wohlbefinden. Eine weitere Niederlage, "wäre ein Fehlstart gewesen", fügte Völler an.

So aber starten die Leverkusener das nächste Kapitel in ihrer Champions-League-Historie mit einem Erfolgserlebnis im Rücken. Zum vierten Mal in Folge gehört die Werkself zum Elitefeld der Königsklasse. Gegen den Tabellenführer der russischen Liga, ZSKA Moskau, wird es morgen allerdings nicht reichen, sich auf einen Schlussspurt wie gegen den Hamburger SV und einen Joker mit dem Namen Joel Pohjanpalo zu verlassen. Aber gerade dieses Spiel, sagt Schmidt, habe seine Mannschaft gebraucht. "Die Partie gegen den HSV war eine super Vorbereitung auf Moskau."

Gegen den Gast aus Russland - eine disziplinierte Mannschaft, auf Geschlossenheit und Konterfußball ausgerichtet, und mit einigen Nationalspielern bestückt - wird den Leverkusenern ähnlich viel Geduld abverlangt wie gegen den HSV. "Wir haben sicher einiges nicht sauber ausgespielt, in einigen Situationen hektisch agiert und mussten viel investieren. Aber wir haben auch deshalb verdient gewonnen, weil wir uns den Sieg mit spielerischen Mitteln erarbeitet haben", sagte Schmidt.

Tatsächlich zeigte seine Mannschaft in der entscheidenden Phase, über welche Qualitäten sie verfügt. Alle drei Treffer waren "Bilderbuchtore, fantastisch herausgespielt", schwärmte der 49-Jährige.

Die Treffsicherheit des Finnen Joel Pohjanpalo, der mit großer Entschlossenheit seine Arbeit verrichtete, bescherte dem Tag schließlich doch noch ein versöhnliches Ende. "Joel ist ein super Typ", findet Julian Brandt. "Er macht viele Sachen, die wir in der Mannschaft so gar nicht haben. Er ist geradlinig, fackelt nicht lange und besitzt auch diese Unbekümmertheit. Er ist ein Typ wie Stefan Kießling, aber noch ein Stück bulliger."

Ein Spieler dieses Typs täte Bayer 04 sicher auch gegen Moskau gut. Zumal nicht klar ist, ob Kevin Volland wieder einsatzbereit ist. Karim Bellarabi fehlt überdies längerfristig. Auswahl bei der Besetzung seiner Offensive hat Schmidt genug, der womöglich lieber auf Pohjanpalos Joker-Qualitäten vertraut.

Quelle: RP
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