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Bayer Leverkusen
Bayers neue Kleider

Bayer 04 Leverkusen: Neue Kleider für die Werkself
Präsentieren das neue (hier überdimensionale) Heimtrikot (v.l.): Stefan Kießling, Rudi Völler, Michael Schade und Bernd Leno. FOTO: ksmedianet
Leverkusen. Bayer 04 hat Jako als Ausrüster sowie das Heimtrikot für die Saison 2016/17 vorgestellt, das eine Verbindung zur Historie des Vereins herstellen soll. Künftig sollen die Fans in die Gestaltung einbezogen werden. Von Stefanie Sandmeier

Die elf Querstreifen auf der Brust symbolisieren die Werkself. Die Schreibweise der Rückennummern soll an die des Original-Vereinslogos erinnern. Eine Silhouette der Stadt Leverkusen wird zur kommenden Saison auf einem Teil der Reisebekleidung der Bayer-Profis zu sehen sein. Das sei ein "klares Bekenntnis der Werkself zur Heimatstadt", wie der Verein in seiner Presseerklärung zur Vorstellung des neuen Ausrüsters unterstreicht.

Nach dem von Adidas als "Strategiewechsel" begründeten Ende der 40-jährigen Zusammenarbeit hat Bayer 04 mit Jako einen neuen Partner an seiner Seite, der mit den Leverkusenern "national wie international erfolgreich" sein und die Champions-League-Bühne betreten möchte. Für Geschäftsführer Michael Schade ist Jako als Wahl die "logische Konsequenz einer detaillierten Marktprüfung. Wir haben unter vielen Optionen nicht nur die finanziell lukrativste gewählt, sondern auch den für uns besten Service." Nach RP-Informationen zahlt das Unternehmen aus Hollenbach in Baden-Württemberg eine Summe zwischen zweieinhalb und dreieinhalb Millionen Euro pro Saison, deren Höhe vom sportlichen Erfolg abhängt. Was aber viel wichtiger sei als die finanziellen Inhalte dieses Vertrages, seien Qualität und Service, betonte Schade. Bayer 04 soll mit der Premium-Produktlinie ausgestattet werden. "Die Spieler haben sie getestet, und wir sind der Meinung, dass wir Top-Produkte bekommen", sagte der 63-Jährige.

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Beide Seiten verständigten sich auf eine zweijährige Partnerschaft plus ein Jahr Option. Vielleicht ergeben sich dananch andere Möglichkeiten. Dem Vernehmen nach bemüht sich Nike um die Ausrüsterrechte der Nationalmannschaft. Sollte das nicht gelingen, könnte der US-Konzern sein Interesse stärker auf die Bundesliga konzentrieren.

Auf den krassen Umschwung von einer weltweit anerkannten Firma wie Adidas zu einem Unternehmen mit zuletzt bescheideneren rund 75 Millionen Euro Jahresumsatz reagierten die Anhänger der Werkself erwartungsgemäß unterschiedlich. Zu denen, die mit der Partnerschaft gewisse Erwartungen verbinden, gesellten sich in den Fanforen auch kritische Stimmen. Die Hauptangst: optisch weniger ansprechende Trikots und Qualitätsverlust. Die Verantwortlichen verwiesen naturgemäß auf die Vorteile, die eine neue Partnerschaft eben auch bringen kann. Dass es bei einer weltweit agierenden Firma nicht immer einfach ist, individuelle Wünsche zu realisieren, hat der Bayer-Konzern kurz vor dem Jahreswechsel feststellen müssen, als es offenbar nicht möglich war, für die Mitarbeiter in Südamerika kurzfristig 5000 Chicharito-Trikots zu bekommen. "Bayer 04 wird für Jako die klare Nummer eins unter den Werbepartnern sein - und nicht einer von vielen", erklärte Schade. "Wir haben festgestellt, was es bedeutet, wenn sich ein Partner voll auf einen konzentriert. Das bringt Qualität, Kreativität und Flexibilität, von der wir alle auf Dauer profitieren. Auch unsere Fans." Die sollen in Zukunft in die Gestaltung verschiedener Fan-Artikel einbezogen werden und die Möglichkeit erhalten, Wünsche einzubringen. "Das Heimtrikot steht an der Spitze einer Reihe von individuellen Trikots und Projekten, die von Verein und Ausrüster umgesetzt werden", sagt Christoph Rohmer, Leiter Sponsoring bei Jako. Das darf als Versprechen verstanden werden.

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Quelle: RP
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