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Bayer Leverkusen
Schmidt sorgt sich um seinen Kapitän

Porträt: Das ist Lars Bender
Porträt: Das ist Lars Bender FOTO: AFP
Leverkusen. Lars Bender hat erneut Probleme mit dem Knöchel und wird am Samstag beim VfL Wolfsburg (18.30 Uhr/Live-Ticker) fehlen. Auch hinter seinem Einsatz in der Champions League am Mittwoch in Rom steht ein Fragezeichen. Von Stefanie Sandmeier

Mit seiner Einwechslung nach 64 Minuten im Pokalspiel in Köln keimte so etwas wie Hoffnung auf. In den letzten rund 30 Minuten gegen den Viertligisten Viktoria schickte Roger Schmidt seinen Kapitän Lars Bender aufs Feld, der nach seiner Knöchelverletzung vor den wichtigen Spielen gegen den VfL Wolfsburg und in der Champions League gegen AS Rom wieder rechtzeitig fit zu sein schien.

Gestern verkündete der Trainer der Leverkusener allerdings sichtlich betroffen, dass der 26-Jährige erneut ausfällt. Damit wird Bender der Mannschaft heute im Topspiel beim VfL Wolfsburg sicher fehlen (18.30 Uhr). "Die Reaktion auf die Belastung am Mittwoch war schlecht. Lars hat im Sprunggelenk kein sicheres Gefühl mehr", erklärte Schmidt, den die erneute Verletzung seines Kapitäns und Führungsspielers durchaus beunruhigt. "Lars ist ein unglaublich wertvoller Spieler für uns. Er wird uns als Stabilisator, der die wichtigen Zweikämpfe im Mittelfeld gewinnt, sehr fehlen", erklärte der 48-Jährige und fügte an: "Das ist bitter, weil Lars vor seiner Verletzung in absoluter Topform war."

Auf eine Prognose hinsichtlich einer Rückkehr ließ sich Schmidt nicht ein. "Lars ist zu wichtig, als dass wir ein Risiko eingehen werden. So lange er nicht bei 100 Prozent ist, wird er nicht spielen. Ich weiß nicht, wie lange es dauern wird", erklärte der Coach. "Es wäre schön, wenn er nur in Wolfsburg fehlen würde, aber das kann ich nicht mit Gewissheit sagen."

Einer wie Bender, für den nun wohl Christoph Kramer auf der Sechserposition spielen wird, hätte Bayer 04 gegen den VfL gut gebrauchen können. Schmidt verheimlichte nicht, dass man gegen Rom (4:4) und auch gegen den VfB Stuttgart (4:3) deutlich gespürt habe, dass Bender nicht auf dem Platz stand. Umso mehr gelte es nun, als Team zusammen zu stehen, um den Ausfall zu kompensieren. "Dabei müssen sich alle mehr einbringen", fordert Schmidt. "Wie wir als Mannschaft am Mittwoch aufgetreten sind, hat mir gefallen. Unser Spiel ist geprägt davon, dass wir mit der gesamten Mannschaft angreifen und verteidigen. Diese defensive Stabilität wollen wir auch in Wolfsburg gegen eine sehr gute Mannschaft auf höchstem Niveau zeigen."

Eine Leistung wie im Pokalspiel gegen Bayern München werde sich die Mannschaft von Dieter Hecking bestimmt nicht noch einmal erlauben, glaubt Schmidt. "Sie waren viel zu passiv und haben sich ihre eigenen Stärken genommen. Dieses Spiel und sein Verlauf waren für uns nicht unbedingt günstig."

Quelle: RP
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