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Bayer Leverkusen
Schmidt braucht Erfolgserlebnisse

Schmidt kehrt nach Sperre auf Bayers Bank zurück
Schmidt kehrt nach Sperre auf Bayers Bank zurück FOTO: dpa, fg htf
Leverkusen. Etwas mitgenommen wirkte Christoph Kramer noch, als er mit seinem Team in der Nacht in den Flieger stieg. In der 61. Minute des Europa-League-Achtelfinals beim FC Villarreal hatte Leverkusens Mittelfeldspieler den Ball ins Gesicht bekommen und war zu Boden gegangen. Von Stefanie Sandmeier

"Es fühlte sich an wie ein Boxschlag", erklärte der 25-Jährige, der im WM-Finale 2014 schon einmal K.o. ging und sich an nichts erinnern konnte. "Ich war kurz weg. In der Kabine ging es aber schon wieder." Der Nationalspieler erlitt ein Schleudertrauma, das einen Einsatz morgen (15.30 Uhr, Live-Ticker) gegen den Hamburger SV unmöglich macht. Für Sebastian Boenisch ist die Saison nach einem Teilriss der Rektussehne beendet. Das macht die Situation für Bayer 04 und Trainer Roger Schmidt nicht einfacher, der gegen den HSV gewinnen muss, um nicht noch weitere Saisonziele zu verspielen.

Nach dem 0:2 in Villarreal droht nun auch in der Europa League das Aus. In der Liga wäre die Werkself als Achter derzeit nicht einmal für den europäischen Wettbewerb qualifiziert. Von der Königsklasse redet daher schon niemand mehr. Selbst bei Schmidt scheint der Glaube daran zu bröckeln, der sagt: "Wir müssen mit unserem Kader nicht immer Champions League spielen." Als Trainer hat er die sportliche Situation zu verantworten. Gegen defensiv starke und offensiv gefährliche Spanier war sein Team chancenlos. Zum 22. Mal in dieser Saison geriet es in Rückstand, zum dritten Mal in Folge in den Anfangsminuten. Die Gründe dafür hätte Schmidt benennen können, der aber ein über weite Strecken "ausgeglichenes Spiel" sah und sich etwas darauf versteifte, mit der Personalsituation zu hadern.

Dafür legte Rudi Völler den Finger in die Wunde: "Was wir gezeigt haben, war zu wenig. Im Moment fällt es schwer, ans Weiterkommen zu glauben", sagte der Sportdirektor, der trotz aller Treueschwüre gegenüber seinem Trainer klar machte: "Der HSV ist das, was zählt, damit wir in der Liga am Ball bleiben."

Quelle: RP
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