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Bayer Leverkusen
Schmidt ist erfolgloser als Dutt

Fotos: Das ist Roger Schmidt
Fotos: Das ist Roger Schmidt FOTO: afp, pbe/iw
Leverkusen. Bundesligist Bayer Leverkusen weist unter Trainer Roger Schmidt die schlechteste Zwischenbilanz seit neun Jahren auf. Von Stefanie Sandmeier

Roger Schmidts Ankündigung, gegen den FC Schalke 04 "alles raushauen" zu wollen, war eine vielversprechende Ankündigung. In punkto Einsatz und Willen mag Leverkusens Trainer beim 1:1 sicher Recht behalten haben, aber das Verhältnis von Aufwand und Ertrag passt bei der Werkself weiterhin nicht zusammen. Nach 14 Spielen liegt der Klub als Sechster bereits elf Punkte hinter Borussia Dortmund auf Rang zwei. "Der Abstand ist sicher ein bisschen groß", gestand Rudi Völler ein, was aber auch den Sportdirektor noch mehr schmerzt ist die Tatsache, erst 21 Punkte geholt zu haben.

Weniger Zähler hatte Bayer nicht mehr seit der Saison 2006/07, als das Konto der Leverkusener zum gleichen Zeitpunkt 18 Zähler auswies. Selbst 2011/12, als sich der Verein im Frühjahr der Saison von Trainer Robin Dutt trennte, spielte die Mannschaft aus Punktesicht erfolgreicher (22) - und erzielte zumindest zwei Tore mehr. Beides ist ein Manko, um das auch Roger Schmidt weiß. Der 48-Jährige räumte ein, dass seine Mannschaft "natürlich nicht im Soll" liege. "Mit nur 18 Toren können wir nicht zufrieden sein, wir müssen auch den ein oder anderen Punkt mehr haben. Aber wir wollen den Tabellenstand in den noch ausstehenden 20 Spielen korrigieren", sagte Schmidt, der sich etwas darüber beschwerte, dass zu "viel schlecht geredet wird".

Einzelkritik: Defensive überzeugt nicht FOTO: dpa, gki

Die Feststellung aber, dass Anspruch und Wirklichkeit deutlich auseinander klaffen, bestätigte das 1:1 gegen Schalke, bei dem die Leverkusener trotz einer Vielzahl von guten Chancen darauf angewiesen waren, dass ihnen die Gäste mit einem Eigentor einen Punkt retten. Damit konnte zwar eine weitere Heimpleite vermieden - nicht aber die Probleme verdeckt werden. Gedachte Leistungsträger sind außer Form, die Mannschaft als Ganzes setzt ihre Qualität nicht auf dem Platz um. Bisher fand Roger Schmidt nicht den richtigen Schalter, um seinem Team die Fehler auszutreiben.

Unter dem Strich reicht das vielleicht gegen Frankfurt oder Hoffenheim, nicht aber gegen die Topklubs. Die bisherigen vier Duelle wurden nicht gewonnen. Insofern sagt Bernd Leno nicht zu Unrecht: Die Tabelle lügt wohl nicht.

Quelle: RP
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