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Bayer Leverkusen
"Papa" geht - Schmidt sehnt Transferende herbei

Fotos: Das ist Roger Schmidt
Fotos: Das ist Roger Schmidt FOTO: afp, pbe/iw
Leverkusen. Bayers Trainer kritisiert die Unruhe, die kurz vor dem Ende der Transferperiode noch um etwaige Personalfragen entsteht. Kyriakos Papadopoulos steht kurz vor einem Wechsel zu RB Leipzig. Von D. Audersch und St. Sandmeier

Bis heute Abend ist noch Bewegung auf dem Transfermarkt. Danach schließt sich das Zeitfenster, in dem Zugänge und Abgänge vollzogen werden können. "Gott sei Dank", sagt Roger Schmidt. Der Trainer von Bayer 04 ist nach eigenem Bekunden froh, wenn alle Personalfragen geklärt sind. Dann sei das Thema erledigt, wieder Ruhe im Kader, und der Fokus richte sich auf das Wesentliche.

In der Vorbereitung und am Anfang der Saison sei es ein stetiger Unruheherd, wenn beinahe täglich Gerüchte aufkeimen. "Ich fände es nicht schlecht, wenn das Ende der Transferperiode vorgezogen würde", sagt Schmidt. Spätestens vor dem ersten Pflichtspiel sollte feststehen, mit welchem Kader ein Verein in die Spielzeit geht. "Wenn fünf Tage vorher noch Anfragen kommen, beschäftigt das die Spieler. Das ist doch klar."

Am Mittag noch wollte der Coach nicht ausschließen, dass es auch im Leverkusener Kader noch Bewegung geben wird. Am Abend sickerte durch: Kyriakos Papadopoulos wird den Verein wohl Richtung RB Leipzig verlassen - vorbehaltlich, dass der Innenverteidiger den Medizincheck beim Liga-Konkurrenten erfolgreich absolviert. Der griechische Nationalspieler hatte sich in der Vergangenheit wiederholt die Schulter ausgekugelt. Die Rede ist nun von einer einjährigen Leihe, danach soll der Klub eine Kaufoption vereinbart haben.

Verwundern würde dieser Wechsel des bulligen Abwehrspielers nicht. Papadopoulos, der durch die Verpflichtung von Aleksandar Dragovic einen weiteren Konkurrenten in der Innenverteidigung bekam, und RB-Trainer Ralf Rangnick kennen sich aus der gemeinsamen Zeit beim FC Schalke 04.

Ob auch André Ramalho die Werkself verlässt, vermochte Schmidt nicht zu sagen. Was er aber ausschloss: Dass noch ein Leistungsträger geht. Kein Thema ist demnach ein Last-Minute-Transfer von Hakan Calhanoglu, der zuletzt mit Klubs aus England und Spanien in Verbindung gebracht wurde. "Das ist ein sehr wertvoller Spieler für uns. Es gibt kein Bestreben, Hakan abzugeben." Fix ist überdies die Leihe von Seung-Woo Ryu. Der 22-jährige Südkoreaner wechselt wie angekündigt für ein Jahr zu Ferencvaros Budapest. So oder so fehlen Schmidt insgesamt 19 Spieler, die auf Länderspielreisen sind. Fünf davon - Bernd Leno, Jonathan Tah, Julian Brandt, Karim Bellarabi und Kevin Volland - sind im Kader des DFB. Die Werkself stellt die meisten Nationalpieler aller Bundesligisten. "Das ist fast ein kleiner Bayer-Block", sagt der 49-Jährige, der aber weiß, dass die Genannten bisher keine Stammspieler in der DFB-Auswahl sind. Dennoch seien die Nominierungen ein "sehr gutes Zeichen."

Dass Julian Brandt heute gegen Finnland zum Einsatz kommt, hat Bundestrainer Joachim Löw bereits angekündigt. Das WM-Qualifikationsspiel gegen Norwegen wird er hingegen nicht mitmachen. Er soll nach intensiven Wochen (vor allem in Rio) Zeit zur Erholung bekommen. Chicharito, der sich bei einem Treppensturz eine Mittelhand-Fraktur zuzog, könnte indes auch über das Heimspiel gegen den Hamburger SV hinaus fehlen (10. September, 15.30 Uhr). Bei Lars Bender ist Schmidt hingegen optimistisch, dass er am kommenden Montag in das Mannschaftstraining einsteigen kann.

Quelle: RP
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