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Bayer Leverkusen
Schmidts Wunsch nach einem Titel

Bayer 04 Leverkusen: Roger Schmidt wünscht sich einen Titel
Leverkusens Trainer Roger Schmidt. FOTO: dpa, mjh hak
Leverkusen. Der Punktgewinn gegen den FC Bayern bestätigte die zuletzt positive Entwicklung der Werkself und macht Hoffnung auf einen DFB-Pokal-Halbfinaleinzug gegen Bremen. Roger Schmidt machte deutlich: Das Ziel ist nicht nur das Finale in Berlin, sondern es auch zu gewinnen. Von Stefanie Sandmeier

Roger Schmidt war es vor dem Duell mit Bayern München wichtig, dem Spiel nicht zu viel Bedeutung beizumessen. Das sollte gewiss etwas den Druck von seiner Mannschaft nehmen. Womöglich hat das geholfen. Denn sein Team hat die "Reifeprüfung" beim 0:0 gegen den Rekordmeister bestanden.

Dass es der Werkself dabei nicht gelang, ein Tor zu erzielen, war nach diesem intensiven Fußballabend weit weniger Thema als die Tatsache, dass sie dagegenhielt und es schaffte, gegen die herausragende Offensive der Münchner um Robert Lewandowski keinen Gegentreffer zu bekommen. Da war zwar gerade zum Ende der Partie auch etwas Glück dabei, als der erst zur 60. Minute eingewechselte Thomas Müller oder Lewandowski doch etwas leichtfertig mit ihren Chancen umgingen – letztlich aber verdienten sich die tapfer kämpfenden Leverkusener diesen Punkt. Denn 65 Minuten lang konnten sie die Bayern mit ihrem Pressingspiel ziemlich wirkungsvoll beschäftigen und vom eigenen Tor fernhalten.

Bayer überzeugt als Kollektiv

Die Werkself überzeugte dabei als funktionierendes Kollektiv, das bewies, was möglich ist, wenn die Rädchen von der Abwehr bis zum Angriff von der ersten bis zur letzten Minute ineinander greifen.

Mit der Art und Weise wie dieser Punktgewinn zustande kam, bestätigten die Bayer-Profis den Eindruck, dass sie tatsächlich einen Schritt nach vorne gemacht haben. Die mitunter etwas chaotische Spielweise, wie sie Thomas Müller augenzwinkernd kennzeichnete, hat an Struktur gewonnen. Das schlägt sich positiv in den Resultaten nieder. Nicht nur, dass Bayer 04 seit dem 5:0-Erfolg gegen Borussia Mönchengladbach die vier Liga-Spiele danach nicht verlor, die Mannschaft kassierte dabei auch nur noch ein Gegentor. Ein entscheidender Faktor, wenn man Spiele nicht verlieren will. Stefan Kießling, der im Übrigen in allen diesen Partien in der Startelf stand, erklärte, dass "wir stolz sein können, wie in der Mannschaft alle füreinander gekämpft haben". Mit viel Leidenschaft und Disziplin ging der Plan auf, durch frühes Attackieren den Spielfluss der Bayern zu unterbinden. Das macht Hoffnung auf mehr - die nächste Hürde ist morgen das DFB-Pokalviertelfinale gegen Werder Bremen (19 Uhr/Live-Ticker).

Rudi Völler machte recht schnell deutlich, dass diese Begegnung zum jetzigen Zeitpunkt die weitaus wichtigere ist. "Der Punkt gegen Bayern ist schön, aber am Dienstag ist Werder Bremen angesagt", entgegnete der Sportdirektor. Der 55-Jährige forderte zu einer ähnlichen Energieleistung wie gegen den Rekordmeister auf. "Wir haben eine große Chance, unter die letzten Vier zu kommen. Dafür werden wir aber die gleiche Leidenschaft brauchen, wie wir sie gegen die Bayern gezeigt haben."

Bayer gegen Werder Favorit

Zu Hause sind die Leverkusener gegen die Hanseaten, die 1:5 bei Borussia Mönchengladbach unterlagen, klarer Favorit. Trainer Roger Schmidt warnte aber: "Wir treffen auf eine sehr gute Mannschaft, auch wenn Bremen in Gladbach klar verloren hat. Aber davor hat Werder gegen Topteams wie Schalke und Hertha eine ganz starke Moral gezeigt."

Dass das intensive Duell mit dem FC Bayern zu viel Kraft gekostet haben könnte, glaubt Schmidt nicht: "Das Spiel war sehr fordernd, nicht nur physisch, auch mental. Aber wir werden jetzt rasch regenerieren."

Die Chance, nur noch ein Spiel vom Finale in Berlin entfernt zu sein, will sich der 48-Jährige mit seinem Team nicht nehmen lassen. Morgen gelte es, den ersten von zwei Schritten auf dem Weg nach Berlin zu machen. Und dann? "Sowohl ich als auch die Mannschaft haben es vor Augen, in diesem Wettbewerb einen Titel holen zu wollen. Das motiviert mich, und das motiviert die Mannschaft", sagte Schmidt. Seite Sport

Quelle: RP
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