| 21.03 Uhr

Bayer Leverkusen
Völler: "Ömer Toprak weiß, was er an uns hat"

Das ist Ömer Toprak
Das ist Ömer Toprak FOTO: Miserius, Uwe
Die Spekulationen um Ömer Toprak reißen nicht ab. Der Name des Abwehrspielers von Bayer Leverkusen hält sich in Verbindung mit dem Abgang von Mats Hummels von Borussia Dortmund zum FC Bayern München hartnäckig. Er soll als Kandidat für die Besetzung der offenen Planstelle beim BVB gelten.

Der Innenverteidiger verließ nach dem 3:2-Erfolg der Werkself gegen den FC Ingolstadt die BayArena und bat um Verständnis, sich zu dem Thema nicht äußern zu wollen. "Dazu sage ich nichts", erklärte der 26-Jährige, der seit 2011 in Leverkusen spielt, in dieser Saison aufgrund von Verletzungsproblemen aber nur auf 19 Bundesliga-Einsätze kam.

Sportdirektor Rudi Völler wurde in dieser Angelegenheit schon deutlicher. Interesse von Dortmund soll vorhanden sein, konkrete Anfragen gibt es laut Völler aber nicht: "Es gibt keine offizielle Anfrage", sagte der 56-Jährige. "Und wenn es eine geben sollte: Warum sollten wir schwach werden?"  Es gebe immer Begehrlichkeiten anderer Vereine für Spieler, die erfolgreich bei Bayer spielen. Bei Wechseln müssten diese dann mit Spielern anderer Klubs ersetzt werden. Das sei der normale Kreislauf.  

Im kommenden Jahr hat Toprak eine Ausstiegsklausel über 12 Millionen Euro, es müsste schon ein deutlich höheres Angebot kommen, um Bayer 04 umdenken zu lassen. Ein Wechsel ist daher schwer vorstellbar. "Ömer hat verletzungsbedingt in diesem Jahr nicht alles ausschöpfen können", erklärte Völler: "Wenn er nächste Saison überragend spielt, hat er die Auswahl aus ganz vielen Vereinen, wenn er denn dann wechseln will. Ömer weiß genau, was er an uns hat: Wir haben eine junge entwicklungsfähige Mannschaft, die wie Borussia Dortmund im nächsten Jahr in der Champions League spielt."

Ab sofort haben die Bayer-Profis Urlaub. Toprak deutete an, dass er vielleicht noch eine Chance auf eine EM-Teilnahme hat. "Natürlich würde ich gerne zur EM fahren", erklärte der 26-Jährige und signalisierte damit, dass er für die Türkei zur Verfügung steht. Per Fax wurde er darüber informiert, sich für eine mögliche Berufung bereitzuhalten. Das wäre die erste Nominierung seit der sogenannten "Pistolen-Affäre". Damals hatten er und Hakan Calhanoglu Länderspiele abgesagt, nachdem sie in einen Konflikt mit dem früheren HSV-Profi Gökhan Töre geraten waren.

(sand/dora)
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