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Bayer Leverkusen
Völler: "Platzverweis war eine kleine Vorentscheidung"

Völler kanzelt Sky-Moderatorin Kastrop ab
Völler kanzelt Sky-Moderatorin Kastrop ab FOTO: Screenshot Sky
Leverkusen. Bayer Leverkusen musste nach der 2:3-Niederlage gegen den AS Rom in der Champions League auch in der Bundesliga einen weiteren Rückschlag hinnehmen. Die Werkself verlor in der heimischen BayArena das Derby gegen den 1. FC Köln mit 1:2.

Das war die fünfte Saisonniederlage in der Liga im 12. Spiel. Damit zog der Erzrivale an den Leverkusenern vorbei, die bisher weit hinter ihren Erwartungen zurückbleiben.

Sportdirektor Rudi Völler zeigte sich enttäuscht, haderte jedoch mit dem Platzverweis gegen Kyriakos Papadopoulos. Wir habe die wichtigsten Aussagen zusammengefasst.

Fotos: Papadopoulos sieht Rote Karte nach Notbremse FOTO: dpa, fg kno

Völler über …

…die Niederlage: Wenn du das Derby verlierst, ist das immer eine große Enttäuschung. Am liebsten gehst du natürlich mit einem Sieg in die Länderspielpause. Das haben wir nicht geschafft, und das ist bitter. Trotzdem geht es weiter.

…die Leistung der Kölner: Sie haben es gut gemacht und haben schon vor dem Platzverweis frischer gewirkt als wir. Wir haben uns nicht so viele Torchancen herausarbeiten können wie in den Spielen zuvor.

…die Fitness der Spieler: Besonders nach dem Platzverweis hatte man den Eindruck, dass die Akkus komplett leer waren. Darum war es auch nicht mehr möglich zurückzukommen, obwohl man nach dem 1:1 das Gefühl hatte, dass wir noch was machen können - aber dann kam der Platzverweis.

Simon Janßen zum Derby zwischen Bayer 04 und Köln

…den Platzverweis: Schon in der ersten Halbzeit hatte man das Gefühl, dass der Schiedsrichter – egal was Papadopoulos gemacht hat – jede Aktion abpfeift. Der Platzverweis war sicher eine kleine Vorentscheidung.

…die personellen Wechsel: Wenn du zwei Tore nach Standardsituationen kassierst, dann hat das nichts mit den personellen Wechseln zu tun. Aufgrund der vielen kraftraubenden Spiele musst man rotieren und kann nicht immer die gleichen Leute spielen lassen. Wenn dann noch Verletze hinzukommen, wird es noch schwieriger. Ich weiß, wenn man verliert, wird oft gesagt, dass zu viel gewechselt wurde, aber das ist nicht der Grund.

…die Gegentore: Wir haben das in den beiden Fällen schlecht gemacht. Das können wir nicht wegdiskutieren.

…die Punkteausbeute: 17 Punkte nach 12 Spielen sind nicht das, was wir uns vorgestellt haben. Das heißt nicht, dass wir nicht in der Lage sind, bis zur Winterpause nochmal zu punkten. Da müssen wir dran glauben. Ich bin überzeugt, dass wir mit unseren Möglichkeiten auch wieder eine Serie starten können.

Fotos: Maroh wird mit Doppelpack zum Derby-Helden FOTO: dpa, ve kno

…die Verletzung von Karim Bellarabi: Bei Karim hat in Rom die Muskulatur zugemacht. Nichtsdestotrotz ist Karim ein Spieler, der mit seiner Schnelligkeit einem Gegner wehtun kann. Da muss man versuchen, ihn so lange es geht zu bringen. Dass er zur Halbzeit raus musste, war zu erwarten. Ob er zur Nationalmannschaft reist weiß ich nicht. Wie ich Jogi kenne, wird er nur fitte Spieler einsetzen.

Aufgezeichnet von Stefanie Sandmeier und Simon Janßen

Quelle: RP
 
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