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Bayer Leverkusen
Völler tritt auf die Euphoriebremse

Bayer 04 Leverkusen: Rudi Völler tritt auf die Euphoriebremse
Bayer 04-Sportdirektor Rudi Völler. FOTO: dpa, gki nic
Leverkusen. Das 5:0 gegen Mönchengladbach hat die Kritik vorerst verstummen lassen. Der Sportchef will trotzdem "nicht abheben" und fordert, im Pokal nachzulegen. Michael Schade wünscht sich eine Europa League, in der Bayer für "Furore" sorgen kann. Von Stefanie Sandmeier und Simon Janssen

Während die Fans von Bayer 04 noch aus voller Kehle "Oh, wie ist das schön" durch die BayArena schmetterten, dachte Rudi Völler bereits an die nächsten Aufgaben. "Auch nach einem so tollen Spiel wissen wir, dass wir noch zwei Spiele vor uns haben. Wir werden jetzt nicht abheben", sagte der Sportdirektor im Hinblick auf das morgige DFB-Pokal-Achtelfinale gegen die SpVgg Unterhaching und dem letzten Ligaspiel vor der Winterpause gegen den FC Ingolstadt am Samstag. Völler weiß: Ein Aus gegen den bayerischen Underdog könnte die neu aufgeflammte Euphorie nach dem 5:0-Kantersieg gegen Borussia Mönchengladbach schnell wieder ersticken. "Am Dienstag müssen wir nachlegen", forderte der 55-Jährige.

Der Kater nach dem bitteren 1:1 gegen die B-Elf des FC Barcelona, dass das Ausscheiden in der Königsklasse besiegelte, ist überwunden. Der Frust scheint sich sogar in Vorfreude auf den "attraktiven Wettbewerb" Europa League, wie Trainer Roger Schmidt jüngst betonte, umzuwandeln. Bei der heutigen Auslosung (13 Uhr in Nyon) erfährt die Werkself, wohin die Reise geht, um das Sechzehntelfinale zu bestreiten.

Michael Schade, der bei der Ziehung in der Schweiz vor Ort sein wird, nimmt es, wie es kommt. "Ich habe aufgehört, mir Teams zu wünschen", sagt der Geschäftsführer von Bayer 04 der RP. Schade macht zwar keinen Hehl daraus, dass man lieber weiter Champions League gespielt hätte, man nehme die Europa League jedoch mit Motivation an. "Es ist ein Wettbewerb, in dem Bayer 04 vielleicht für Furore sorgen kann. Wir freuen und darauf und wollen mit vollem Ehrgeiz antreten", kündigt Schade an, der nach dem Verpassen des Champions-League-Achtelfinals jedoch mit ein paar Millionen Euro weniger planen muss. Schließlich hätte Bayer 04 für die Qualifikation zur K.o.-Phase fixe 5,5 Millionen Euro erhalten. In der Europa League sind es lediglich 750.000 Euro. Wobei sich die Summe in diesem Jahr mehr als verdoppelt hat. Von 2012 bis 2015 erhielt der Achtelfinalist der Europa League lediglich 350.000 Euro.

Kein Beinbruch für Bayer 04, wie Schade versichert. Die Einnahmen aus der Champions League seien grundsätzlich nicht fest einkalkuliert. "Es wird erst final geplant, wenn wir wissen, ob wir Champions- oder Europa League spielen. Wir planen das Budget auch nur für die Gruppenphase des jeweiligen Wettbewerbs ein", so Schade. Einige Teams, auf die Bayer 04 im Sechzehntelfinale treffen kann, versprühen jedoch den Hauch von Königsklasse. Neben dem AC Florenz sind auch der FC Sevilla oder Donezk mögliche Gegner. Sport Seite

Quelle: RP
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