| 10.17 Uhr

Leverkusens Sportdirektor Völler
"Wir müssen nach unten schauen"

Hoffenheim - Leverkusen: Einzelkritik
Hoffenheim - Leverkusen: Einzelkritik FOTO: dpa, tfr nic
Sinsheim. Die Krise von Bayer Leverkusen spitzt sich zu. Anstatt nach oben muss die Werkself nun nach unten schauen. "Im Moment ist alles irgendwie verflucht", sagt Rudi Völler.

Der Leverkusener Sportdirektor wollte das Wort "Abstiegskampf" nicht in den Mund nehmen, machte aber deutlich: "Wir müssen nach hinten gucken. Von vorderen Plätzen zu sprechen, geht nach dem Spieltag nicht. Wir wissen, um was es geht. Wir haben alle Antennen ausgefahren."

Nach der 0:1-Niederlage bei der TSG 1899 Hoffenheim hat die Werkself auf den Relegationsrang 16 nur noch vier Punkte Vorsprung. "Wenn man verliert, hat man keine Argumente. Im Moment ist alles irgendwie verflucht. Aber wir haben uns das selbst eingebrockt. Der Blick auf die Tabelle tut schon ein bisschen weh – aber sie ist letztendlich die Wahrheit."

Das ist Rudi Völler FOTO: dpa, puc

Der neue Trainer Tayfun Korkut wartet auch nach drei Partien auf den ersten Sieg. Nach zwei Unentschieden gab es in Hoffenheim die erste Niederlage. Das Team ist seit sechs Pflichtspielen ohne Dreier und im Achtelfinale der Champions League ausgeschieden. "Wir haben eine perfekte erste Halbzeit gespielt. Das Einzige was fehlte, war ein Tor", sagte Korkut. "Am Ende hat man schon gemerkt, dass der Tank ein bisschen leer gegangen ist."

Korkut setzt nun alles auf das Spiel gegen den VfL Wolfsburg nach der Länderspielpause. "Wir haben die Möglichkeit, in zwei Wochen die Punkte zu holen, die wir auch benötigen", sagte der Coach, der seit 15 Bundesligaspielen auf einen Sieg an der Seitenlinie wartet: "Ich werde mich nicht jeden Tag mit der Tabelle beschäftigen. Ich habe in den nächsten Tagen und Wochen wichtigere Dinge zu erledigen. Alles andere wäre nicht der richtige Weg."

Völler versuchte, die Bayer-Profis wachzurütteln. "Da muss die Hütte brennen", forderte Völler: "Da müssen wir uns von hinten absetzen. Wir müssen beißen und kämpfen in den nächsten Wochen, um wieder weiter nach vorne zu rücken."

(areh/sid/dpa)
 
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