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Bayer Leverkusen
Sieg gegen Augsburg wäre die "Krönung"

Einzelkritik: Abwehr und Mittelfeld überzeugen
Einzelkritik: Abwehr und Mittelfeld überzeugen FOTO: dpa, fg nic
Leverkusen. Zum Abschluss der intensiven drei Englischen Wochen empfängt die Werkself morgen den FC Augsburg in der BayArena. Roger Schmidt wünscht sich einen Erfolg: "Dann stehen wir in der Bundesliga sehr gut da." Von Stefanie Sandmeier

Der Fußball-Trainer Roger Schmidt saß am Freitag auf dem Podium in der BayArena und erklärte, dass er mit seiner Mannschaft derzeit gar nicht zum Trainieren kommt. "Wir haben tagelang praktisch nicht trainiert", sagte der 48-Jährige und verdeutlichte die Herausforderungen, die die Englischen Wochen mit sich bringen. Da folgt ein Spiel dem nächsten. Dazwischen wird regeneriert, und es bleibt kaum Zeit, um richtig auf dem Platz zu arbeiten. In den vergangenen Wochen hatte Bayer 04 beinahe alle zwei bis drei Tage ein Spiel. "Dazwischen kann man inhaltlich nichts tun", erklärte Schmidt, "also wurde vieles über Besprechungen und Videoanalysen gemacht."

Dass zwischen dem letzten Spiel in Barcelona und der morgigen Heimpartie ganze fünf Tage liegen, das bezeichnete Schmidt mit dem dazu passenden Augenzwinkern beinahe schon als Luxus. Vor der anstehenden Länderspielpause, zu der sich zahlreiche Bayer-Profis kommende Woche verabschieden, ist die Partie gegen Augsburg die fünfte binnen zwei Wochen. Seit der 0:3-Niederlage in Dortmund sind bis zum morgigen Gastspiel der Augsburger genau 14 Tage vergangen, in denen die Leistungskurve der Leverkusener wieder Fahrt nach oben aufgenommen hat.

Gegen Mainz (1:0), Bremen (3:0) und zuletzt gegen Barcelona hat sich die Mannschaft immer mehr dem Spielniveau genähert, was sich der Trainer vorstellt. Als Tabellensechster ist die Werkself in Schlagdistanz zur Spitze. Um den Kontakt nicht zu verlieren, aber auch um mit einem "guten Gefühl" in die spielfreie Zeit zu gehen, ist ein Sieg in der BayArena morgen Pflicht (17.30 Uhr, Live-Ticker rp-online.de). "Wir wollen diese starke Phase mit einem Heimsieg krönen", kündigte Schmidt an, der von seinem Team fordert, gegen Augsburg wie zuletzt gegen Barcelona "taktisch eine Eins" zu spielen. "So hat es jeder Gegner schwer gegen uns. Mit einem Sieg stehen wir in der Bundesliga sehr gut da. Wir werden aber eine Top-Leistung brauchen, um zu gewinnen."

Dabei dürfe man nicht den Fehler begehen und die Augsburger an ihrem 16. Tabellenplatz messen: "Das wird ihnen nicht gerecht. Sie sind deutlich unter Wert geblieben, spielen eine gute Saison, die allerdings bisher nicht belohnt worden ist." Roberto Hilbert wird dabei erneut nicht helfen können. Das gereizte rechte Knie des Rechtsverteidigers zeigte nach seinem Einsatz in Barcelona erneut eine Reaktion, "er wird auf keinen Fall spielen können", ließ Schmidt wissen.

Bei den langzeitverletzten Tin Jedvaj und Ömer Toprak geht die Genesung voran. "Tin ist auf einem guten Weg, wir wollen ihn in der Länderspielphase ins Mannschaftstraining integrieren", entgegnete der Trainer. Auch Topraks Heilungsverlauf verläuft positiv. "Wir rechnen mit einer Rückkehr zum Team in drei bis vier Wochen."

Quelle: RP
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