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Bayer Leverkusen
Chicharito versöhnt stöhnende Fans mit Siegtreffer gegen Mainz

Einzelkritik: Chicharito und Kramer überzeugen
Einzelkritik: Chicharito und Kramer überzeugen FOTO: dpa, ve fpt
Leverkusen. In der BayArena wurde am Mittwoch zunächst viel und laut gestöhnt – und am Ende doch gejubelt. Die Anhänger Bayer Leverkusens unter den Zuschauern waren knapp 70 Minuten nicht zufrieden mit dem Auftritt ihrer Elf beim 1:0 gegen Mainz 05 und äußerten das auch teils mit Pfiffen. Von Patrick Scherer

Doch eine Einzelaktion von Zugang Javier "Chicharito" Hernández reichte, um den Sieg zu feiern. Leverkusen beendete damit seine Negativserie und holte nach drei Liga-Niederlagen in Serie wieder drei Punkte.

"Der Sieg war hochverdient", sagte Bayer-Sportchef Rudi Völler sichtlich erleichtert: "In solchen Spielen muss man geduldig bleiben, dann macht man irgendwann auch das Tor."

Nach dem schlechten Auftritt beim 0:3 in Dortmund hatte Trainer Roger Schmidt die freie Auswahl, welchen seiner Akteure er eine Pause verordnen wollte. Es traf Kyriakos Papadopoulos, für den der souverän agierende André Ramalho in der Innenverteidigung auflief und Stefan Kießling, für den Kapitän Lars Bender nach Oberschenkelprellung zurück in die Startelf rückte. Dafür rutschte Karim Bellarabi als zweite Spitze neben Chicharito.

Interessanter war die Versetzung von Kevin Kampl auf die rechte Außenbahn. Schmidt hatte in der vergangenen Woche noch geäußert, dass der 24-Jährige bei Ex-Klub Dortmund auf dieser Position nicht seine Qualitäten hätte einbringen können. Und Schmidt behielt Recht: Auch gegen Mainz war Kampl nicht besonders gut im Spiel. Seine auffälligste Aktion in der ersten Hälfte hatte der Zugang, als er im Strafraum freigespielt wurde, seine Hereingabe aber keinen Mitspieler fand. Das lag auch daran, dass Bellarabi und Chicharito den gleichen Laufweg wählten – ein Zeichen für fehlende Abstimmung.

Insgesamt hatte Bayer 04 gegen sehr harmlose Mainzer große Probleme. Gefährlich wurde es meistens, wenn die Werkself-Akteure ihrer ersten Idee, die ja meist die beste ist, trauten. So kam nach schöner Kombination über Bellarabi der Ball zu Wendell, der sich nach seinem katastrophalen Auftritt in Dortmund verbessert zeigte. Der Schuss des Brasilianers verfehlte das Tor nur knapp. Die größte Gelegenheit in der ersten Halbzeit entsprang bezeichnenderweise keiner geplanten Aktion: Eine abgefälschte Flanke Christoph Kramers entschärfte der Mainzer Niko Bungert knapp vor der Torlinie per Kopfball.

Nach dem Seitenwechsel steigerten sich die Hausherren, und auch Mainz gelang es, Torgefahr zu entwickeln, Bernd Leno hielt aber zwei Mal stark. Dann erkämpfte sich Chicharito an der Mittellinie den Ball, ließ zwei Mainzer stehen, zog von der Strafraumkante ab, und sein Schuss wurde von Hakan Calhanoglu zum Siegtor abgefälscht.

Quelle: RP
 
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