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Bayer Leverkusen
Bayer 04 sinnt auf Revanche gegen Monaco

Bayer 04 Leverkusen sinnt auf Revanche gegen den AS Monaco
Bernd Leno erinnert sich noch genau an die beiden Niederlagen gegen Monaco. FOTO: ap, PRO
Leverkusen. Bereits vor zwei Jahren trat die Werkself in der Champions League gegen den AS Monaco an und verlor trotz klarer Überlegenheit jeweils 0:1. Heute Abend (20.45 Uhr/Live-Ticker) treffen beide Mannschaften erneut aufeinander. Von Dorian Audersch und Stefanie Sandmeier

Es gibt Spiele, die man als Profi schnell verdrängt, vergisst und abhakt. Die beiden Partien der Werkself gegen den AS Monaco vor rund zwei Jahren gehören allerdings nicht dazu - zumindest nicht für Bernd Leno. Der Torwart von Bayer 04 erinnert sich noch genau daran, dass sein Team damals in beiden Partien klar die bessere Mannschaft war. Dennoch verlor die Werkself zweimal jeweils 0:1 gegen die Monegassen. Die Leverkusener erreichten zwar dennoch als Gruppenzweiter das Achtelfinale, aber die Niederlagen wurmen Leno bis heute.

"Das waren zwei kuriose Spiele", sagt der Schlussmann. "Wir sind gegen eine Wand angerannt und die haben die Tore gemacht." Das werde sich heute Abend im Stade Louis II nicht wiederholen, kündigt der 24-Jährige an: "Wir sind erfahrener und inzwischen auf einem Niveau, die gleichen Fehler nicht erneut zu machen." Den Auftakt in die Champions League habe Bayer 04 zwar "ein bisschen vergeigt", aber nun ergebe sich die Chance, das 2:2 gegen ZSKA Moskau mit einem Sieg wettzumachen. Umso wichtiger sei der 3:2-Erfolg gegen Mainz am Samstag gewesen, "um mit einem positiven Erlebnis nach Monaco zu reisen."

Vor zwei Jahren hakte es in den Partien gegen den französischen Erstligisten (derzeit Platz zwei, 16 Punkte aus sieben Spielen) vor allem bei der Chancenverwertung. Das Problem scheint nach dem Dreierpack von Chicharito in Mainz behoben. Ein Blick in die Statistik zeigt, dass sowohl der Mexikaner als auch Joel Pohjanpalo bereits vier Treffer in der Bundesliga erzielt haben - auf den ersten Blick eine gute Bilanz, aber insgesamt hat sich Leverkusens Offensive in dieser Spielzeit nicht immer mit Ruhm bekleckert (Platz zehn, sieben Punkte aus fünf Spielen). Zu lebendig sind noch die Erinnerungen an die Niederlage in Frankfurt oder das torlose Unentschieden gegen Augsburg.

Hinzu kommt das 2:2 gegen den russischen Meister zum Auftakt der Gruppe E, bei dem Hakan Calhanoglu und Admir Mehmedi trafen. Letzterer scheint sich ohnehin in der Champions League richtig wohl zu fühlen. Während er im Liga-Alltag zuletzt enttäuschte, drehte der Schweizer in der Königsklasse regelmäßig auf. Saisonübergreifend hat er bereits sechs Spiele in der Champions League für Bayer 04 absolviert - und dabei fünfmal getroffen.

Bayer unter Zugzwang

Nach dem Remis gegen den russischen Meister steht Leverkusen unter Zugzwang. Geht die Partie in Monaco verloren, gerät das erklärte Ziel Achtelfinale in Gefahr. "Das wird sehr schwierig. Die sind in Frankreich ganz oben dabei, haben viel Qualität in der Mannschaft und sind abgezockt", sagt Ömer Toprak, der die Werkself in Mainz als Kapitän auf den Platz führte.

Roger Schmidt sieht die Lage ähnlich, aber der Trainer von Bayer 04 ist nach dem Sieg in Mainz guter Dinge: "Die Mannschaft gewinnt Form und wir ziehen aus jedem Spiel gute Erkenntnisse." Die Gruppe E sei so ausgeglichen, dass es vermutlich bis zum letzten Spieltag dauere, bis klar sei, wer ins Achtelfinale einziehe. Zum Abschluss der Vorrunde kommt übrigens Monaco in die BayArena. Sportchef Rudi Völler setzt für heute das Ziel, "im Rennen zu bleiben." Jeder könne Erster oder Letzter in der Gruppe werden. Der Druck sei hoch: "Wenn wir verlieren, wird die ganze Geschichte natürlich schwieriger"

Hakan Calhanoglu und Lars Bender, die zuletzt in Mainz angeschlagen passen mussten, sind wieder dabei. Dafür plagen sich Kevin Kampl und Jonathan Tah laut Schmidt mit kleineren Blessuren herum.

Youth League Auch Bayers U 19 tritt heute (15 Uhr) beim Nachwuchs des AS Monaco an. Nach dem 2.1-Sieg gegen ZSKA Moskau zum Auftakt kann das Team von Trainer Markus Von Ahlen einen weiteren Schritt Richtung K.o.-Phase machen.

Quelle: RP
 
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