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Bayer Leverkusen
24-Stunden-Bewachung für die "Trutzburg" BayArena

Bayer 04 Leverkusen: Stadion bleibt eine "Trutzburg"
"Die BayArena wird nach wie vor an sieben Tagen in der Woche an 24 Stunden überwacht", erklärt Geschäftsführer Michael Schade. FOTO: uwe miserius
Leverkusen. Die scharfen Kontrollen vor den Spielen – auch von VIPs – gelten weiter. Die BayArena soll eine "Trutzburg" bleiben. Von Stefanie B.-Sandmeier

Während die Bayer 04-Fußballprofis in Österreich schwitzen und sich in diesen Tagen im Trainingslager in Zell am See den Feinschliff für die neue Spielzeit holen, wird parallel in Leverkusen die BayArena auf die kommende Spielzeit vorbereitet. Da müssen nach dem Wechsel des Haupt-und Trikotsponsors Werbebanden ausgetauscht, die Kioske bestückt und der Rasen spielfertig gemacht. Und zudem geht es um Sicherheit.

Am 27. August beginnt für Bayer 04 die Spielzeit. Was unverändert bleibt: die Sicherheitskontrollen vor den Spielen und die ständige Kontrolle des Stadions. "Die BayArena wird nach wie vor an sieben Tagen in der Woche an 24 Stunden überwacht", erklärt Geschäftsführer Michael Schade in einem Gespräch mit unserer Redaktion.

Nach den Anschlägen unter anderem am "Stade de France" in Paris hatte der Werksklub seine Sicherheitsmaßnahmen verstärkt. Während das Stadion zuvor lediglich an den Spieltagen bewacht war, hat der Verein die Kontrollen auf rund um die Uhr ausgedehnt. Geschäftsführer Schade: "Ich glaube auch nicht, dass sich daran etwas ändern wird. Wer will denn den Mut haben, das noch einmal zurückzudrehen. Wir haben nach den Vorfällen von Paris alles getan, was getan werden musste. Wir haben unser Sicherheitskonzept mit der Polizei überprüft und dabei gesehen, dass wir schon sehr gut aufgestellt sind. Einige Dinge, die es zu verbessern galt, haben wir unter großem Aufwand verbessert. Auch mit Unannehmlichkeiten für die Besucher - insbesondere vor den Spielen."

Jede Person, die das Stadion betritt, wird kontrolliert. Dazu gehören das Öffnen der Taschen und das Abtasten der Besucher durch einen Ordner. Auch VIP-Gäste, die für gewöhnlich über die Tiefgarage die BayArena betreten, werden davon nicht verschont.

"Es gibt auch keinen Grund, dies nicht zu tun", fügt Schade an. Vielmehr wird jedes Auto, das in den Bauch der Arena fährt, von Spürhunden durchsucht. Dazu gehört, dass die Motorhaube und Kofferraumklappen geöffnet werden müssen. Die Hunde sollen somit per Schnüffeln beispielsweise mögliche Sprengstoffe entdecken können. "Ich halte das auch für absolut richtig. Das hat nichts mit mangelndem Respekt zu tun. Wir wollen nur sicher sein, alles getan zu haben."

"Fakt ist", sagt Schade, "dass es in Paris den Tätern nicht gelang, ins Stadion zu gelangen, weil das Stadion wie eine Trutzburg geschützt ist. Und das ist auch bei uns so. Ich glaube, dass jede Veranstaltung, bei der viele Menschen etwa auf einer Kirmes oder einem Weihnachtsmarkt zusammenkommen, gefährlicher ist als ein Stadion, weil es von seiner Struktur her einfach schon gut geschützt ist. Man hat natürlich nie eine hundertprozentige Garantie, aber ich denke, dass man bei uns sicher sein. Die Aufstellung war damals gut, und sie ist in Teilen noch verbessert worden."

Zu Kontrollen seiner Person beim Betreten des Stadions oder bei der Einfahrt in die Stadion-Tiefgarage sagt Schade: "Ich erlebe es oft, dass die Ordner sich entschuldigen und sagen: Tut uns leid, Herr Schade, wir kennen Sie ja. Aber ich finde Überprüfungen absolut gerechtfertigt und notwendig." Ohnehin hätten auch die meisten Stadionbesucher Verständnis für die verstärkten Kontrollen gezeigt. "Es gab wenige Beschwerden", versichert Schade.

Quelle: RP
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