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Bayer Leverkusen
Bayer-Stars helfen im Kindergarten

Fotos: Bayer-Profis bringen Kindergarten auf Vordermann
Fotos: Bayer-Profis bringen Kindergarten auf Vordermann FOTO: Miserius, Uwe (umi)
Leverkusen. Stefan Kießling fuhr Bagger und Lars Bender jätete Unkraut. Rund 80 Angestellte von Bayer 04 halfen der Kita Schlehahnstraße. Von Simon Janssen

Mit schelmischem Grinsen im Gesicht saß Stefan Kießling hinter den Steuerknüppeln des gelben Baggers. Ein wenig unsicher lenkte er das Gefährt mit der großen Schaufel über den sandigen Unterrund hinter der Kindertagesstätte an der Schlehahnstraße. Kein Wunder, schließlich war es sein erster Versuch als Baggerfahrer, normalerweise gräbt der Bayer-04-Stürmer nur gegnerische Strafräume um. Wenige Meter entfernt war auch Lars Bender in ungewohnter Rolle zu beobachten.

Fotos: Das ist Roger Schmidt FOTO: afp, pbe/iw

Der Mittelfeldspieler griff zu Harke und Rechen, um ein Beet von Unkraut zu befreien. "Das muss alles weg", sagte der Bayer-04-Kapitän lächelnd.

Was hatte es mit den Bundesligastars auf sich, die sich gestern als Baggerfahrer und Gärtner versuchten? In weißen Pullis und Arbeitshandschuhen war gestern ein rund 80-köpfiger Bayer 04-Tross angerückt, um die Tagesstätte für die Kinder und Mitarbeiter auf Vordermann zu bringen.

Im Laufe des sogenannten "Wir(04)Helfen-Tages" wurden zahlreiche neue Spielgeräte aufgebaut, Hecken geschnitten, Unkraut entfernt sowie ein großer Weg gelegt. Rund 30.000 Euro kostete die Maßnahme insgesamt. Neben Mitarbeitern aus allen Abteilungen der Bayer 04-Geschäftsstelle kamen auch viele Spielerinnen der Bundesliga-Mannschaft, Trainer Thomas Obliers und zahlreiche Nachwuchsakteure nach Opladen. Maskottchen "Brian the Lion" bespaßte nebenbei die zahlreichen Helfer.

Auch Trainer Roger Schmidt hatte sichtlich Spaß an Stefan Kießling in der Rolle als Baggerfahrer. Der 48-Jährige packte aber auch selber mit an. "Ich habe gerade einen Bereich so vorbereitet, dass dort Rasen gesät werden kann. Auch ein Schild habe ich angebracht", sagte der Trainer, für den Gartenarbeit nach eigenen Angaben keineswegs Neuland sei: "Es ist nicht so, dass ich das zum ersten Mal mache."

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Während auf dem Gelände der Kita fleißig gearbeitet wurde, verbrachten die Kinder und Mitarbeiter der Tagesstätte den Tag in der BayArena. Ihnen wurde unter anderem das Stadion gezeigt, zudem gab es für die Mädchen und Jungen Aktivitäten wie Malen, Kinderschminken und verschiedene Spiele, ehe sie am Nachmittag begeistert ihre "neue" Tagesstätte begutachten durften.

"Es geht uns nicht ums Schulterklopfen. Solange die Kinder glücklich sind, ist alles gut", sagte Meinolf Sprink, Bayer-04-Direktor für Fans und Soziales, der kurz vor der Länderspielpause die verschiedenen Mitarbeiter angeschrieben hatte. Sprink betonte zudem, dass auch der Inklusionsgedanke bei der Aktion im Vordergrund stehe.

Schließlich besuchten mehrere behinderte Kinder die Tagesstätte an der Schlehahnstraße. Und die Außenanlagen der BayArena würden von behinderten Mitarbeitern der Lebenshilfe gepflegt. Einige von ihnen unterstützten gestern Kießling und Co.

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"Insgesamt sind wir zu zehnt. Bis auf die Rasenfläche im Stadion erledigen wir an der BayArena alle gärtnerischen Arbeiten", sagte Tim Klapdor von der Lebenshilfe.

Nicht nur Lars Bender, der nach eigenen Angaben regelmäßig mit seinem Bruder Sven in der bayrischen Heimat im Garten arbeitet, konnte die Unterstützung der Fachmänner bestens gebrauchen. Denn nicht alles lief gestern so, wie er es sich wünschte.

So ging bei einer etwas zu kräftig gerateten Aktion tatsächlich der Rechen zu Bruch. Doch Lars Bender nahm es mit seinem typischen süddeutschem Humor. "Ist doch normal, dass mal was kaputt geht", sagte der 26-Jährige schmunzelnd.

Quelle: RP
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