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Bayer Leverkusen
Transferwirbel vor dem Trainingslager

Porträt: Das ist Hakan Calhanoglu
Porträt: Das ist Hakan Calhanoglu FOTO: afp, pst/dg
Leverkusen. Erst hieß es, der Wechsel von Aleksandar Dragovic sei fix, dann folgte schnell das Dementi. Und was ist mit Hakan Calhanoglu? Von J. Decker und D. Audersch

Einen eher unruhigen Wochenstart erlebte das Umfeld der Werkself. Ein Grund dafür ist das nun schon seit Wochen andauernde Transfer-Hickhack um Aleksander Dragovic. Am Montagabend berichtete der Sender "Sky Sport News HD", der Transfer des 25-jährigen Innenverteidigers von Dynamo Kiew nach Leverkusen sei perfekt. Doch Rudi Völler dementierte im "Kicker" ebenso umgehend wie entschieden: Die Nachricht sei "völliger Blödsinn", betonte Leverkusens Sportdirektor.

Laut Sky hätte sich Bayer 04 den angeblichen Transfer über 20 Millionen Euro kosten lassen - eine Summe, für die Dragovic bereits vor Wochen hätte verpflichtet werden können. Bayer 04-Manager Boldt erklärte hingegen längst: "Wir sind nicht bereit, jeden Preis zu zahlen." Das Angebot Leverkusens soll nach wie vor unter der von Kiew geforderten Summe liegen. Zudem bestehe durch den als endgültig verkündeten Verbleib von Ömer Toprak kein Zugzwang bei dem anhaltend in der Schwebe befindlichen Transfer des wechselwilligen österreichischen Nationalspielers.

Spekulationen gab es nun auch im Fall von Hakan Calhanoglu. Der Türke wird neuerdings als möglicher Kandidat für einen Transfer gehandelt. Boldt sagte zwar, man denke nicht unbedingt über einen Verkauf nach, aber er schränkte im gleichen Atemzug ein: "Ab einem gewissen Preis macht man sich natürlich Gedanken." Konkrete Angebote lägen demnach bisher allerdings nicht vor. Dennoch hat die Aussage für Aufsehen in der ansonsten harmonischen Vorbereitung gesorgt. Rund um den zweitteuersten Zugang der Klubgeschichte (14,5 Millionen Euro) gab es bisher keine nennenswerten Wechselgerüchte.

Im Gegenteil: Calhanoglu kann im ersten richtigen Härtetest auf Spielzeit hoffen. Heute Abend (18 Uhr) trifft Leverkusen auf den portugiesischen Top-Klub FC Porto, der 2004 die Champions League gewann. Die Partie findet in Bergisch Gladbach statt (Belkaw-Arena). Es ist der erste Test gegen einen höherklassigen Gegner. "Wir wissen natürlich, dass Porto eine super Truppe hat", sagt Mittelfeldspieler Kevin Kampl nach dem vorletzten Training vor dem Härtetest. "Es wird interessant zu sehen, wer in der Vorbereitung vielleicht schon ein Stück weiter ist." In ihren ersten beiden Wochen habe die Werkself jedenfalls "gut gearbeitet", meint Kampl. Jetzt freue man sich auf das Spiel gegen Porto.

In den bisherigen drei Tests gegen unterklassige Gegner blieb das Team von Trainer Roger Schmidt ungeschlagen und gewann gegen den SC Delbrück sowie TuS Koblenz deutlich. Hinzu kommt das eher dürftige Unentschieden gegen den Regionalligisten SC Verl in der ersten Vorbereitungswoche. Insgesamt lässt sich aus den drei Partien nur wenig ableiten - außer der Erkenntnis, dass Kevin Volland in Torlaune ist. Fünf Treffer erzielte er in der bisherigen Vorbereitung. "Wir müssen Porto als Test nutzen, um zu wissen, wo wir stehen", betont Kampl. Schmidt legt nach eigenem Bekunden Wert darauf, "die Trainingsinhalte weiter umzusetzen." Er erwarte, "einen Schritt nach vorne zu machen" - auch wenn noch nicht alles funktionieren sollte.

Nach dem Spiel gegen Porto geht es für die Werkself weiter nach Österreich, wo das Trainingslager in Zell am See ansteht. Dort geht es am 4. August gegen den italienischen Erstligisten AC Florenz (18 Uhr).

Quelle: RP
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