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Leverkusen und Wolfsburg
Schneckenrennen um Europa

Fotos: Das ist Roger Schmidt
Fotos: Das ist Roger Schmidt FOTO: afp, pbe/iw
Meinung | Düsseldorf. Wolfsburger und vor allem Leverkusener Fußballer müssen sich gar nicht grämen. Obwohl sie nicht gerade ihren hohen Ansprüchen angemessen punkten, können sie in den nächsten sieben Spielen doch noch die Teilnahme an den internationalen Wettbewerben klarmachen. Von Robert Peters

So richtig in Sichtweite ist zwar nur noch die Europa League, aber die kann sich ja auch zu einer sehr ordentlichen Bühne entwickeln, wenn man es denn in die K.o.-Runden schafft.

Dass sie sich noch berechtigte Hoffnungen machen können, verdanken die Werksklubs unter anderem Borussia Mönchengladbach – genauer: deren Auswärtsschwäche. Wenn die Niederrheiner ihre fußballerischen Vorstellungen der jüngeren Vergangenheit auch nur in Ansätzen in zählbare Erfolge umgesetzt hätten, wäre zumindest Wolfsburg nicht mehr unter den Kandidaten für Europa.

Weil der Fußball aber kein Spiel für den Konjunktiv ist (dafür mindestens zehn Euro ins Phrasenschwein), bewerben sich immer noch sechs Teams hinter den weit enteilten Dortmundern und den noch weiter enteilten Bayern um ein Ticket für internationale Auftritte. Von einem Rennen um diese Plätze zu sprechen, verbietet sich angesichts der Geschwindigkeit dieses Wettlaufs. Es ist allenfalls ein Schneckenrennen, in dem sich Woche für Woche ein anderes Häuschen in Führung schiebt, ehe es dann nächste Woche wieder ein Stückchen zurückfällt. Nie aber so weit, dass es nun zu einem aussichtslosen Unterfangen werden könnte.

Deshalb freuen sich nicht nur Leverkusener und Wolfsburger Fußballer über den Status Quo, sondern auch die Zuschauer. Sie erhalten ein bisschen Spannung, die es ganz oben schon lange nicht mehr gibt. Ein schöner Trost.

Quelle: RP
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