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Bayer Leverkusen
Leverkusen wacht gegen Vigo erst zu spät auf

Bayer 04 Leverkusen wacht gegen Celta de Vigo erst zu spät auf
Kevin Volland erzielte das zwischenzeitliche 3:2 für Bayer. FOTO: Bayer 04 Leverkusen
Leverkusen. Das 3:3 gegen Celta de Vigo im letzten Testspiel der Vorbereitung sorgt nicht unbedingt für Euphorie unterm Bayer-Kreuz. Spielerisch zeigt sich die Werkself zwar deutlich verbessert, aber bei der Chancenverwertung hapert es nach wie vor.  Von Dorian Audersch

Bayer 04 Leverkusen ist beim letzten Härtetest der Vorbereitung nicht über ein 3:3 (0:1) gegen Celta de Vigo hinausgekommen. Die Generalprobe vor der ersten Runde des DFB-Pokals am kommenden Freitag gegen den Drittligisten Karlsruher SC (20.45 Uhr) hinterlässt gemischte Gefühle beim Leverkusener Anhang, der bereits am Vormittag zur Saisoneröffnung des Vereins in die BayArena strömte. 15.281 Zuschauer verfolgten den letzten Test, der in ein umfangreiches Rahmenprogramm eingebettet war.

Die Werkself spielte gegen den spanischen Erstligisten Celta de Vigo über weite Strecken drückend überlegen, hatte allein in der ersten Halbzeit mehrere gute Gelegenheiten, aber es fehlte auf den letzten Metern zum Torerfolg die Effizienz. Das ist der rote Faden, der sich durch die Vorbereitung von Bayer 04 zieht: mangelhafte Chancenverwertung. Erst in der zweiten Halbzeit zeigte sich ein anderes Bild.

Der frühe Gegentreffer durch John Guidetti (6.) verunsicherte Heiko Herrlichs Team indes in keiner Weise. Unbeeindruckt setzte die Werkself ihre Angriffsbemühungen fort und kam vor allem durch U21-Europameister Dominik Kohr – eigentlich ein defensiver Mittelfeldspieler – immer wieder zu guten Chancen. Mehrfach tauchte der 23-Jährige vor dem gegnerischen Tor auf, aber auch in seiner eigentlichen Rolle überzeugte der Rückkehrer aus Augsburg. Mal versuchte er es aus der Distanz (25.), mal konnte er einen Abpraller aus kurzer Distanz nicht verwerten (12.)

Die besten Gelegenheiten vergaben Karim Bellarabi, der eine starke Flanke von Kevin Kampl nur ans Außennetz befördern konnte (15.). Auch Kevin Volland blieb in der 35. Minute glücklos, als er nach einer perfekten Ballannahme mit der Brust den Ball nicht richtig traf. Es war eine Szene, die beinahe ein Sinnbild für die gesamte Partie sein könnte: gefällig bis kurz vor dem Tor, aber dann überhastet oder glücklos. Die Spanier hingegen begnügten sich mit der Verwaltung ihrer Führung.

Das setzte sich auch in der zweiten Halbzeit zunächst weitgehend fort. Das Spiel fand zunächst fast ausschließlich in der Hälfte der Spanier statt. Kai Havertz ließ die gefühlt zehnte Großchance ungenutzt (52.), auch Kampls Versuch aus gut 20 Metern ging knapp am Tor vorbei. Viel Effizienter hingegen die Spanier: Im Grunde war es die zweite Möglichkeit, die Guidetti erhielt – und er nutzte sie aus etwa 12 Metern und ließ Bernd Leno keine Chance (60.).

Admir Mehmedi zeigte sich nach dem erneuten Rückschlag energisch im Strafraum und setzte sich durch. Seinen Schuss konnte Vigos Keeper Sergio Álvarez nicht parieren. Joel Pohjanpalo erzielte kurz danach den längst überfälligen Ausgleich (69.) nach einem perfekten Steilpass von Karim Bellarabi. Kevin Volland (74.) drehte die Partie dann vorläufig mit einem wuchtigen Schuss aus dem Sechszehnmeterraum, wieder war Bellarabi der Vorbereiter. Pohjanpalos zweiten Treffer verhinderte wohl nur Kohr, der im Schussweg stand – und damit im Abseits (79.). Das ist umso bitterer, weil Maxi Gómez doch noch den Ausgleich erzielte (83.).

 
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