| 00.00 Uhr

Bayers Nächster Gegner Im Check
Seit Kohfeldt an der Seitenlinie steht, läuft es bei Werder

Bayer 04 Leverkusen: Werder Bremen im Gegner-Check
Florian Kohfeldt hat Werder am 30. Oktober 2017 übernommen. FOTO: afp
Leverkusen. Das ist neu Auch in Bremen steht schon der zweite Trainer in dieser Saison an der Seitenlinie. Florian Kohfeldt löste den zuletzt scheinbar vollkommen wirkungslos arbeitenden Alexander Nouri ab - und holte seitdem neun Punkte aus fünf Spielen. Der Kader musste im Vergleich zur vergangenen Saison nur zwei Abgänge von Stammkräften hinnehmen: Nationalspieler und Edeltechniker Serge Gnabry gehört nun dem FC Bayern an, stürmt aber leihweise für die TSG 1899 Hoffenheim. Ex-Kapitän und Werder-Urgestein Clemens Fritz beendete seine Karriere.

Im Gegenzug holte Manager Frank Baumann den Ex-Darmstädter Dauerläufer Jerome Gondorf als Fritz-Ersatz und merzte endlich die Problemstelle im Tor aus. Der Tscheche Jiri Pavlenka hält zwar nicht überragend, aber zuverlässig. Das ist eine Eigenschaft, die seinem Vorgänger Felix Wiedwald nicht unbedingt auszeichnete. Auf Anhieb zum Stammspieler wurde indes der Schwede Ludwig Augustinsson, der die linke Abwehrseite in der Regel sehr konsequent abdichtet.

Die Mannschaft Sehr ärgerlich ist aus Bremer Sicht sicherlich der Ausfall von Fin Bartels. Bremens kreativster und lange Zeit wohl auch unterschätztester Angreifer zog sich beim 2:1-Sieg gegen Borussia Dortmund einen Achillessehnenriss zu, dessen Genesung wohl noch einige Zeit in Anspruch nehmen wird. Als Ersatz steht der junge Österreicher Florian Kainz parat, der seinen Job ordentlich macht, aber nicht ganz an die individuelle Klasse des verletzten Bartels herankommt.

Längere Zeit fehlt bereits Sturm-Kollege Aron Johannsson. Der Isländer kämpft mit seinem Knie. Wann er Werder wieder auf dem Platz helfen kann, ist unklar. Gleiches gilt für Justin Eilers: Der Rechtsaußen kuriert einen Kreuzbandriss aus. Spielmacher und Standardschütze Zlatko Junuzovic dürfte dagegen rechtzeitig für die Partie gegen die Werkself fit werden: Ihn zwickte am Samstag die Wade.

Die Form Mit dem Engagement von Kohfeldt wich die Panik bei den Norddeutschen - und plötzlich spielt Bremen wieder Fußball. Gegen Hannover 96 schoss sich die Mannschaft beim 4:0 den Frust von der Seele, die Siege gegen Stuttgart (1:0) und zuletzt den BVB (2:1) fallen hingegen eher in die Kategorie "gekonnt herausgespielt". Für Glanzmomente sorgte dabei häufig das nun gesprengte Offensiv-Duo aus Max Kruse und Bartels. Besonders der Ex-Nationalspieler Kruse lässt nun immer häufiger seine Qualitäten aufblitzen. Er ist mit vier Treffern der beste Torschütze.

Zum Kopf des Teams ist der Däne Thomas Delaney aufgestiegen. Der zentrale Mittelfeldspieler besticht durch technische Sicherheit im Passspiel, konsequente Zweikämpfe und erzielte bereits ein Tor.

Insgesamt hat sich die Lage an der Weser durch die jüngsten Erfolgserlebnisse etwas beruhigt. Auch, wenn der Vorletzte nach wie vor in akuter Abstiegsgefahr schwebt, zeigt die Formkurve nach oben.

Darauf muss Bayer 04 achten Max Kruse gehört in Topform zu den besten deutschen Torjägern. Ihn auch nur einen Augenblick aus den Augen zu verlieren, kann schnell zählbare Folgen haben. Er kann aus beinahe jeder Lage ein Tor erzielen und kombiniert in seiner Spielweise Erfahrung mit Schlitzohrigkeit. Junuzovic und Flitzer Izet Hajrovic sind zudem exzellente Freistoßschützen - ein schöner Härtetest also für die Standardsicherheit der Werkself.

Quelle: RP
 
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Bayer 04 Leverkusen: Werder Bremen im Gegner-Check


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.