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Bayer Leverkusen
Papadopoulos - Sorgenkind oder Schnäppchen?

Bayer 04 Leverkusens Kyriakos Papadopoulos - Sorgenkind oder Schnäppchen?
Kyriakos Papadopoulos - im Bild betend vor dem Spiel gegen Köln - hat stets betont, dass er auch über seine Ausleihe hinaus in Leverkusen bleiben möchte. FOTO: afp
Leverkusen. Bayer 04 steht vor der Verpflichtung des Innenverteidigers, der allerdings als besonders verletzungsanfällig gilt. Von Patrick Scherer und Stefanie Sandmeier

Bayer 04 hat sich auf die Fahnen geschrieben, den Spielermarkt ohne Hektik zu durchforsten. Noch ist es still rund um den Fußball-Bundesligisten. Zumindest nach außen, denn hinter den Kulissen basteln die Verantwortlichen fleißig am Kader für die neue Saison. Und wenn möglich, soll nach Informationen unserer Redaktion noch in dieser Woche der nächste Zugang nach André Ramalho und Rückkehrer Christoph Kramer vermeldet werden.

Der Fokus bei der Suche liegt insbesondere auf einem Innenverteidiger und einem zentralen Mittelfeldspieler. Ein Kandidat für beide Positionen ist Kyriakos Papadopoulos. Der Grieche war in der abgelaufenen Saison vom FC Schalke 04 ausgeliehen - Bayer 04 signalisierte aber frühzeitig Interesse, den Defensivmann über die Saison hinaus an sich binden zu wollen.

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Die Verhandlungen mit den Gelsenkirchenern laufen auf Hochtouren - und sind dem Vernehmen nach inzwischen auf die Zielgeraden. Noch fehlt aber die finale Unterschrift, weil noch letzte vertragliche Komponenten ausgehandelt werden müssen. Deshalb gab sich die Leverkusener Seite gestern auch defensiv. "Es ist kein Geheimnis, dass wir uns um Papa bemühen, aber es gibt noch keinen neuen Stand", erklärte Manager Jonas Boldt.

Papadopoulos arbeitete zuletzt an seiner Genesung. Der 23-Jährige hatte sich im Spiel gegen Köln Ende April das linke Schultergelenk ausgekugelt und musste operiert werden. Das war aber nicht die einzige Verletzung, die den Griechen in dieser Spielzeit ausbremste, der nur auf 14 Bundesligapartien für Bayer 04 kam. Wenn er allerdings spielte, dann zeigte er in den Partien wie gegen Hannover, Hamburg oder Paderborn mit seinem robusten Spiel in der Abwehr und seiner Torgefahr, was ihn für Leverkusen in Zukunft noch wertvoll machen könnte, wo die sportliche Leitung Pro und Contra eines möglichen Kaufs sehr genau abgewogen hat. "Wir kennen den Spieler und seine Leistungen - beides spricht für ihn", entgegnet Boldt und verdeutlicht: "Wenn Papadopoulos die Verletzungen nicht gehabt hätte, wären wir gar nicht erst in die Lage gekommen, ihn zu verpflichten."

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Eine Ablösesumme um sechs Millionen Euro steht im Raum. Im Sommer 2012 hatte Zenit St. Petersburg den Schalkern 20 Millionen Euro für Papadopoulos geboten - Manager Horst Heldt lehnte ab. Dass Heldt den Innenverteidiger nun abgeben will, liegt nicht zuletzt an der dicker werdenden Krankenakte des Griechen, dessen Leidenszeit im November 2012 begann. Probleme mit beiden Knien und den Schultern begleiten Papadopoulos seither. Bis zu seinem Wechsel nach Leverkusen im vergangenen Sommer spielt er in mehr als anderthalb Jahren addiert nur 94 Minuten in der Bundesliga.

In Leverkusen sind vor allem seine Schultern zur ausgewachsenen Problemzone geworden. Zweimal kugelte er sich die rechte Schulter aus, im April die linke - seitdem arbeitet "Papa" an seinem Comeback.

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Bei Bayer 04 hofft man, dass die Leidenszeit danach eine Ende hat und der hochtalentierte und mit dem Kopf extrem torgefährliche Abwehrhüne seine Topform über einen längeren Zeitraum erreicht. Dann wäre das aktuelle Sorgenkind ein echtes Schnäppchen.

Quelle: RP
 
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