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Bayer Leverkusen
Bayer 04: Schmidt lebt Lockerheit vor

Fotos: Das ist Roger Schmidt
Fotos: Das ist Roger Schmidt FOTO: afp, pbe/iw
Leverkusen. Vor dem heutigen Bundesliga-Spiel bei Werder Bremen (15.30 Uhr) versprüht der Werkself-Trainer gute Laune. Kapitän Lars Bender ist wieder voll einsatzfähig, Roberto Hilbert fällt hingegen noch auf unbestimmte Zeit aus. Von Patrick Scherer

Roger Schmidt stand bisher nicht im Verdacht, als ein Trainer mit Entertainmentqualitäten wahrgenommen werden zu wollen. Meist analysiert der Trainer von Bayer 04 klar, nimmt sich für Antworten einen kleinen Moment Zeit, wählt seine sachlichen Worte sorgfältig aus. Humor zeigt er dabei nur sehr selten. Umso erstaunlicher mutete die gestrige Pressekonferenz an. Schmidt sorgte gleich für mehrere Lacher in der BayArena.

In Anspielung auf die fünf Tore von Bayern-Stürmer Robert Lewandowski nach seiner Einwechslung gegen Wolfsburg sagte der Coach: "Lewandowski hat gegen uns sogar beide Halbzeiten gespielt und wir haben nur drei Gegentore bekommen." Und zur Statistik, dass Bayer 04 nur vier Tore bisher in der Liga erzielt hat und das schlechteste Team in der Chancenverwertung sei, merkte der Coach süffisant an: "Schlimm wäre, wenn wir nur vier Tore geschossen hätten und das beste Team in der Chancenverwertung wären. Das wäre deutlich dramatischer. Deshalb beruhigt mich diese Statistik, weil das heißt, dass wir trotzdem viele Chancen gehabt haben." Zum Abschluss gelang ihm dann noch eine Pointe beim Thema der wahnsinnigen Geldsummen im Fußballgeschäft: "Wer soll das Geld bekommen außer die Spieler? Naja, die Trainer vielleicht noch - aber da wird dann doch wieder etwas genauer hingeguckt."

Neben den kurzen komödiantischen Ausflügen präzisierte Schmidt aber auch deutlich die Ausgangslage nach dem 1:0 gegen Mainz am Mittwoch und vor dem heutigen Spiel gegen Werder Bremen (15.30 Uhr): "Nach den Champions-League-Play-offs haben wir Spannung verloren und mussten uns jetzt ein bisschen schütteln. Am Mittwoch haben wir ein Signal gesendet, dass wir verstanden haben, dass wir uns auf die Basis unserer Arbeit konzentrieren müssen. Wir haben einen Schritt aus einer kleinen Delle herausgemacht. Jetzt müssen wir das bestätigen", sagte der Trainer. Dass in der aktuellen Phase, in der noch nicht jedes Rädchen ins andere greift, der Abgang einiger erfahrener Akteure ein großes Manko ist, glaubt Schmidt nicht: "Bei solch einer schwierigen Phase gibt es nicht den einen Grund. Es sind viele Dinge, die zusammenkommen. Wir haben sicherlich erfahrene Spieler verloren, dann mit Ömer Topraks Verletzung einen Stabilisator verloren. Dann fallen gegen Dortmund auch noch die erfahrenen Spieler Lars Bender und Roberto Hilbert aus. Dann verlieren wir so ein bisschen unsere taktische Stabilität."

Roberto Hilbert fällt in Bremen mit einer Kniereizung weiter aus. "Es wird langsam besser, aber wie lange es dauert, kann ich noch nicht beantworten", sagte Schmidt. Lars Bender hat hingegen seine Oberschenkelprellung überwunden und ist wieder voll einsatzbereit.

Quelle: RP
 
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