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Bayer Leverkusen
Bayer 04 schult Trainer in Kolumbien

Bayer Leverkusen: Bayer 04 schult Trainer in Kolumbien
Leverkusen/Medellin. Für die Football Club Social Alliance (FCSA) half der Verein zusammen mit dem FC Basel, junge Menschen aus allen Teilen Kolumbiens in der Arbeit mit benachteiligten Kindern weiterzubilden.

Christoph Binot ist immer noch voller Eindrücke und verarbeitet diese. Der 27-Jährige kümmert sich bei der Werkself gewöhnlich um die Bayer-04-Fußballschule oder die Initiative "Bayer 04 macht Schule" - jetzt war er aber in besonderer Mission in der Nähe von Medellin in der kolumbianischen Region Antioguia unterwegs.

Für die Football Club Social Alliance (FCSA) schulte er vor Ort zusammen mit zwei Kollegen des FC Basel 35 junge Frauen und Männer aus allen Teilen Kolumbiens, um sie für die Arbeit mit benachteiligten Kindern in der Krisenregion zu unterstützen. "Ich habe viele tolle Menschen kennengelernt, die motiviert gelernt und zusammengearbeitet haben", schildert Binot seine Eindrücke nach einer Woche.

FOTO: bayer04

Die Herausforderungen in Kolumbien sind dabei groß. Denn: Seit 50 Jahren bekämpfen sich die Armee, Rebellen und Paramilitärs. Die Lage der Kinder und Jugendlichen ist dabei prekär, die Auseinandersetzungen rund um den Drogenhandel setzen sie verschiedensten Gefahren aus. Derzeit laufen Friedensverhandlungen.

Die Ausbildung der sogenannten "Young Coaches" zielt darauf ab, über den Fußball den Kindern Schutz und Bildung zu vermitteln. Die Coaches sind dabei Lehrer, Mitarbeiter von Hilfsorganisationen oder Fußballtrainer, die vorwiegend selbst unter schwierigsten Lebensbedingungen aufgewachsen sind.

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In drei Modulen je einer Woche werden die Coaches, darunter 13 Frauen, geschult, um über qualitatives Fußballtraining mit Jugendlichen Konflikte zu minimieren und einen Beitrag zum Frieden zu leisten. Dabei werden fußballerische, pädagogische sowie soziale Kompetenzen gefördert, um Lernmöglichkeiten attraktiver zu gestalten und die allgemeinen Lebensbedingungen maßgeblich zu verbessern. "Wir waren überwältigt, dass anstatt der angekündigten 80 Kinder über 200 auf den Platz strömten. Dies hat uns sehr deutlich vor Augen geführt, wie wertvoll eine solche Ausbildung ist", erzählt Binot voller Enthusiasmus über die intensive Arbeit.

Für Bayer 04, das seine Vielzahl von sozialen Aktivitäten unter dem Oberbegriff "Wir (04) helfen" vereint, ist Kolumbien das fünfte Land, in dem der Verein mit der FCSA im Einsatz war. In den sechs Jahren der Mitgliedschaft waren Ausbilder auch im Sudan, Indien, Palästina und in Uganda im Einsatz.

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In der FCSA sind mit dem FC Basel, Werder Bremen, Austria Wien, Queens Park Rangers und Bayer 04 Leverkusen fünf europäische Proficlubs vereint, die sich gemeinsam sozial engagieren. Die Alliance nutzt die verbindende Kraft und die Werte des Fußballs, um einen Beitrag zur Ausbildung von jungen benachteiligten Menschen zu leisten.

Quelle: RP
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