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Bayer Leverkusen
Deutscher Meister mit Leverkusens B-Jugend

Bayer Leverkusen: Deutscher Meister mit Leverkusens B-Jugend
Beim VfL Benrath schnürte Güven Yalcin als Fünfjähriger das erste Mal die Fußballschuhe. Von dort aus wechselte er nach Leverkusen. FOTO: Günter von Ameln
Benrath. Der 17-Jährige Güven Yalcin fährt von Benrath aus viermal in der Woche zum Training nach Leverkusen. Als Fünfjähriger begann er beim VfL. Von Helmut Senf und Andrea Röhrig

"Das ist ein cooles Gefühl, der besten Mannschaft in Deutschland anzugehören", sagt Güven Yalcin, der mit den B-Junioren vom TSV Bayer Leverkusen soeben Deutscher Meister geworden ist. 2:0 besiegte der Fußball-Nachwuchs des Werksclubs im Finalspiel Borussia Dortmund. "Wir waren zweikampfstark, haben uns nur wenig Ballverluste erlaubt und unsere Chancen effektiv genutzt", erinnert sich der Bayer-Stürmer an die Partie vor rund 7000 Zuschauern im Dortmunder Stadion Rote Erde.

Als Lohn für eine überaus erfolgreiche Saison winkt nun die Teilnahme an der Youth League, dem Champions-Wettbewerb für Jugendmannschaften, wo den Leverkusener Jungtalenten ein Kräftemessen mit Spitzenteams wie Real Madrid, FC Barcelona oder Manchester United bevorsteht.

"Das wird schwer für uns", befürchtet der 17-jährige Benrather mit Blick auf die hohen Belastungen durch englische Wochen, zumal sich Güven Yalcin und zahlreiche seiner Mitspieler zukünftig als junger Jahrgang im Meisterschaftsalltag in der A-Junioren-Bundesliga behaupten müssen. "Wir haben Chancen in allen Wettbewerben", glaubt der Offensivakteur, dessen Ziel es ist, so schnell wie möglich in den Profibereich zu gelangen. "Dafür gebe ich alles", offenbart der Oberstufenschüler der Dieter-Forte-Gesamtschule in Eller, der aber zunächst sein Abitur machen möchte. Zumindest räumlich ist er seinem Traum ein Stück nähergekommen. Das Training der A-Jugend findet in unmittelbarer Nähe zur BayArena statt, wo das Leverkusener Bundesligateam seine Übungseinheiten absolviert. Nicht ausgeschlossen, dass Güven Yalcin ins Blickfeld von Bayers Chef-Coach Roger Schmidt rückt.

Was für ein Schritt für jemanden, der als Fünfjähriger beim VfL Benrath das erste Mal seine Fußballschuhe schnürte und bei den Bambini begann. Bereits ein Jahr später warb man ihn nach Leverkusen ab. Viermal pro Woche ist der Düsseldorfer in Leverkusen beim Training gefordert. Das "freie Spiel" macht ihm am meisten Spaß. Die taktischen Übungen finden weniger Anklang. "Ich muss schneller werden und mein Spielverständnis verbessern", weiß Yalcin. Zusätzlich steht Schwitzen in einem Holthausener Fitness-Studio auf dem persönlichen Wochenplan. "Meine Freizeit ist Fußball", lautet seine Antwort auf die Frage, ob es noch weitere Hobbys gebe. Belgiens Top-Star Eden Hazar vom FC Chelsea ist sein sportliches Vorbild. "Hazar hat eine gute Ballkontrolle und ist ein ausgezeichneter Techniker", schwärmt Yalcin, der auf dem Platz keinem Zweikampf ausweicht und robust zur Sache zur Sache geht. "Hart", wie er einräumt, "aber nicht unfair."

Unmittelbar vor Spielbeginn wird der quirlige Siebzehnjährige schweigsam. Das ist seine Art, mit Druck und Aufgeregtheit fertigzuwerden. Seinem Trainer-Duo Tom Cichon und Markus Anfang ist er dafür dankbar, dass sie ihn gefördert und ihm auf dem Platz genügend Freiraum gewährt haben. Ein bisschen Profi steckt in dem 1,83 Meter großen Spieler, der inzwischen zu den A-Junioren wechselte, bereits. Beim Fußball-Sommercamp der SG Benrath-Hassels verteilte er Autogramme.

Wichtig ist ihm der Kontakt zur Familie. Mutter Nertans türkische Pizza zählt zu seinen Lieblingsgerichten. Über das Ausscheiden der türkischen Nationalmannschaft nach der Vorrunde sei er enttäuscht, sagt er. Im Titelkampf erwartet er Belgien, Wales, Frankreich und Deutschland vorn.

Quelle: RP
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