| 17.28 Uhr

Bayer Leverkusen
3:0 in Bremen: Bayer bereit für Barcelona

Einzelkritik: Kramer und Bender haben die Hoheit über das zentrale Mittelfeld
Einzelkritik: Kramer und Bender haben die Hoheit über das zentrale Mittelfeld FOTO: dpa, crj nic
Bremen. Bereit für Barca: Bayer Leverkusen ist die Generalprobe für das Champions-League-Gastspiel am Dienstag beim FC Barcelona geglückt. Die Westdeutschen setzten sich bei Werder Bremen ungefährdet mit 3:0 (1:0) durch und machten in der Bundesliga-Tabelle wertvollen Boden gut. Nach der dritten Niederlage binnen einer Woche müssen die Gastgeber hingegen wieder nach unten blicken.

Vor 40.005 Zuschauern im fast ausverkauften Weserstadion erzielte Admir Mehmedi in der 40. Minute den Führungstreffer. Der offensive Mittelfeldspieler war mit einem Flachschuss erfolgreich, der vom Bremer Innenverteidiger Assani Lukimya noch abgefälscht wurde. Für das 0:2 sorgte U21-Nationalspieler Julian Brandt per Freistoß (58.), ehe der eingewechselte Kevin Kampl in der 65. Minute den Endstand herstellte.

Bayer-Trainer Roger Schmidt konnte es sich sogar leisten, mehrere seine Leistungsträger für den Auftritt in der Königsklasse zu schonen. So drückten Chicharito und Wendell zunächst die Auswechselbank, Hakan Calhanoglu wurde erst in der 72. Minute eingewechselt.

Dennoch erwiesen sich die Gäste als das klar bessere Team. Insbesondere bei der Raumaufteilung im Mittelfeld offenbarten die Hanseaten erhebliche Defizite. Eine derartige Unaufmerksamkeit war auch der Ausgangspunkt für den Treffer von Mehmedi. Nur neun Minuten später traf Giulio Donati den rechten Innenpfosten.

Auch die Platzherren hatten ihre Gelegenheiten, mussten dafür aber sehr hart arbeiten. Die beste Einschussmöglichkeit vergab Anthony Ujah, der in der 26. Minute nur den linken Außenpfosten traf. In vielen Aktionen der Norddeutschen fehlte es an Dynamik, die gesperrten Mittelfeldarbeiter Philipp Bargfrede und Fin Bartels wurden schmerzlich vermisst.

Erstmals für die Startformation nominiert war bei den Grün-Weißen Claudio Pizarro. Der Peruaner, der für Aron Johannsson (Adduktorenprobleme) aufgeboten war, zeigte sich bemüht, strahlte aber kaum Torgefahr aus. Im direkten Duell blieb Leverkusens Innenverteidiger Kyriakos Papadopoulos meistens Sieger.

Nach dem zweiten Gegentor verstärkte der SV Werder seine Offensivbemühungen. Ernsthaft in Gefahr geriet das Tor der Rheinländer aber nicht, nach dem 0:3 war die Partie entschieden.

Werder Bremen hatte rund um die Begegnung einen Aktionstag organisiert. Gemeinsam mit dem Bündnis Aktion Mensch und der Bundesliga-Stiftung wurde für ein selbstverständliches Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderung geworben.

Verteidiger Santiago Garcia sowie der kampfstarke Ujah, der aber im Abschluss glücklos war, verdienten sich im Team von Coach Viktor Skripnik noch die besten Noten. Neben Torschütze Brandt überzeugte bei Leverkusen im Mittelfeld Lars Bender.

(sid)
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