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Bayer Leverkusen
"Baumgartlinger würden wir nehmen"

Bayer Leverkusen: Peter Stöger findet Gefallen an Julian Baumgartlinger
Julian Baumgartlinger. FOTO: rtr, sw
Leverkusen/DÜsseldorf. Jörg Schmadtke zufolge hat Kölns Trainer Peter Stöger offenbar Gefallen an Leverkusens zentralen Mittelfeldspieler Julian Baumgartlinger gefunden. Das erklärte der Manager des FC gestern beim rheinischen Fußball-Gipfel der RP. Von Sebastian Bergmann

Viel Zeit zum Überlegen brauchte Jörg Schmadtke nicht. Auf die Frage, welchen österreichischen Fußballer er gerne in seinem Team hätte, antwortete der Manager des 1. FC Köln beim Fußball-Gipfel der RP in Düsseldorf: "Den Baumgartlinger würde mein Trainer nehmen." Leverkusens Sportdirektor Rudi Völler, der nur wenige Meter neben dem Kölner Macher saß, nahm die leicht flapsig in den Raum geworfene Antwort mit einem Grinsen auf - sagte jedoch nichts dazu.

Es ist nicht das erste Mal in den vergangenen Tagen, dass Julian Baumgartlinger, Kapitän der österreichischen Nationalmannschaft, mit anderen Klubs in Verbindung gebracht wurde. Auch die TSG Hoffenheim soll bereits Interesse signalisiert haben. Der 29-jährige Baumgartlinger war erst vor Beginn der vergangenen Spielzeit von Mainz 05 unters Bayer-Kreuz gewechselt. In seinem ersten Jahr bei Bayer 04 erlebte er eine Saison mit mehr Tiefs als Hochs - sowohl persönlich als auch mit der Mannschaft. Erst zum Ende der Saison ergatterte sich der ebenso meinungs- wie zweikampfstarke Salzburger unter Interimscoach Tayfun Korkut einen Stammplatz.

Sollte Baumgartlinger, der in Leverkusen Vertrag bis 2020 besitzt, aber tatsächlich noch den Verein verlassen, stünden Trainer Heiko Herrlich zumindest genügend Alternativen für dessen Position zur Verfügung. Denn wenn am Freitag für Bayer 04 die Saison mit dem Pokalspiel in Karlsruhe (20.45 Uhr) beginnt, hat Herrlich die Qual der Wahl. Während die Positionen im Tor (Leno), der Viererkette (Wendell, Sven Bender, Tah, Henrichs) und im Angriff (Volland und Havertz) größtenteils vergeben scheinen, gibt es für das Mittelfeld - insbesondere auf den beiden Positionen in der Zentrale - nach wie vor ein Überangebot.

Lars Bender dürfte als Kapitän seinen Platz zwar sicher haben. Doch wer neben ihm spielen wird, ist fraglich. In der Vorbereitung erhielten sowohl Zugang Dominik Kohr, Kevin Kampl als auch Baumgartlinger ihre Chancen. Einen eindeutigen Sieger brachte der Kampf um den Platz an Benders Seite jedoch nicht hervor. Fest steht wohl nur, dass Charles Aránguiz, der nach dem Confed-Cup Sonderurlaub erhielt und erst vergangene Woche wieder ins Training eingestiegen ist, in der Rangliste potenzieller Spieler für das zentrale Mittelfeld zunächst einmal etwas hintenanstehen wird. Mit der Reservisten-Rolle begnügen müssen sich zunächst wohl auch Vladlen Yurchenko und Marlon Frey. Letzterer wurde von Herrlich bereits - wenn auch mit begrenztem Erfolg - als Rechtsverteidiger getestet.

Auch die beiden Außenpositionen im Mittelfeld sind weiter nicht klar besetzt. Startelfkandidat Julian Brandt steckt ebenso wie Aránguiz noch das Turnier in Russland in den Knochen. Daher scheint plötzlich Admir Mehmedi wieder seine Chance zu wittern. Auch Leon Bailey und Karim Bellarabi dürfen weiter auf einen Startelfeinsatz gegen den Drittligisten aus Karlsruhe hoffen.

Rudi Völler betonte indes gestern noch einmal die Schwierigkeit des ersten Pokal-Gegners. "Es gab vier, fünf Teams, die man nicht bekommen wollte. Der KSC gehört dazu. Ein schweres Los", sagte er.

Quelle: RP
 
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