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Bayer Leverkusen
Bayer schwört sich auf die Endspiele ein

Fotos: Alemannia Waldalgesheim - Bayer Leverkusen
Fotos: Alemannia Waldalgesheim - Bayer Leverkusen FOTO: dpa, fve axs
Leverkusen. Die beiden Qualifikationspartien für die Champions League gegen Kopenhagen sind für die Werkself eminent wichtig. Von Georg Amend

Den 6:0-Sieg in der ersten Runde des DFB-Pokals gegen Waldalgesheim hakten die Akteure von Bayer 04 Leverkusen ebenso professionell ab, wie sie das Spiel zuvor angegangen waren. Unmittelbar nach Schlusspfiff konzentrierten sich alle rund um die Werkself bereits auf den nächsten Gegner: Den FC Kopenhagen, gegen den es am Dienstag (20.45 Uhr/Live-Ticker) im Hinspiel der Qualifikation zur Champions League geht. Geschäftsführer Michael Schade beispielsweise formulierte sehr gekonnt: "Unsere Gedanken sind längst in Kopenhagen. Das sind die beiden Endspiele, mit denen die Saison für uns beginnt."

Alle Spiele, alle Tore: DFB-Pokal 14/15, 1. Runde: Statistik FOTO: dpa, te axs

Wie wichtig die beiden Partien morgen und am Mittwoch in einer Woche sind, wurde auch dadurch verdeutlicht, dass Bayer den FC Kopenhagen bei seinem Ligaheimspiel gegen den FC Midtjylland (1:2) beobachten ließ. Mit größtmöglicher Sorgfalt und Professionalität geht der Werksklub also das Unterfangen Champions-League-Qualifikation an, morgen müssen die Mannen von Trainer Roger Schmidt diese Vorbereitung mit einem guten Ergebnis veredeln. Auch danach geht es hoch professionell weiter: Am Mittwochmorgen fliegt der Leverkusener Tross zurück, und Schmidt hat direkt schon das erste Training angesetzt: Um 13.30 Uhr geht es nicht etwa mit einem lockeren Auslaufen, sondern direkt mit einer ernsthaften Einheit weiter, Schmidt richtet dann schon den Fokus auf den Bundesliga-Knaller-Auftakt gegen Borussia Dortmund am Samstag (18.30 Uhr) und natürlich auf das Rückspiel gegen Kopenhagen am darauffolgenden Mittwoch.

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Auch die Kommentare der Spieler zeigen immer wieder, dass die Champions League für sie das Nonplusultra ist. Simon Rolfes hatte schon vor rund einer Woche, als er als Kapitän bestätigt worden war, erklärt: "Ich möchte auch in dieser Saison meine Mannschaft in der Champions League aufs Feld führen." Karim Bellarabi meinte nach dem Waldalgesheim-Spiel: "Wir haben das sehr ernst genommen. Dienstag geht es direkt weiter, das war eine sehr gute Vorbereitung, auf der wir aufbauen können." Und Hakan Calhanoglu fand: "Wir wollen unbedingt an der Champions League teilnehmen und tun alles dafür, gut auszusehen."

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Gut ausgesehen hatte in jedem Fall die Vorstellung von Stefan Kießling gegen Waldalgesheim: Mit seinen fünf Toren war er natürlich der Mann des Tages beim 6:0 (4:0)-Erfolg, bei dem Heung-Min Son den Endstand erzielt hatte. Mit seinem Fünferpack (2. Minute/24./31./41./Foulelfmeter/59.) schloss "Kieß" zu einem seiner Vorgänger im Bayer-Dress auf: Paulo Sergio hatte am 13. August 1994 beim Pokalspiel gegen den FC Stahl Brandenburg beim 11:0 (2:0)-Sieg ebenfalls so oft getroffen. "Fünf Tore in einem Pflichtspiel habe ich vorher noch nie geschossen, von daher ist es ein schöner Tag", fasste Kießling zusammen, der in der 62. Minute ausgewechselt worden war. "Klar hätte ich gerne weitergespielt, aber das war eine reine Vorsichtsmaßnahme", sagte der 30-Jährige.

Kießling ergänzte: "Wir wollten von Anfang an Gas geben, und das ist uns auch gelungen. So wollen wir auch gegen Kopenhagen auftreten. Als Stürmer willst du immer Tore schießen. Das war heute ganz schön, und das nimmt man gerne mit - aber am Dienstag wird das ein ganz anderes Spiel." Und Kießling dachte sogar noch weiter, nahm neben den Begegnungen mit Kopenhagen und Dortmund auch das erste Heimspiel der neuen Saison gegen Hertha BSC Berlin in seine Betrachtung mit auf: "Wir haben bis zum 30. August vier verdammt wichtige Spiele, vor allem die Champions League, wo es um viel geht. Die Spiele müssen wir genauso angehen."

Das sah sein Trainer, dem der souveräne Pokalauftritt gefallen hatte, naturgemäß ebenso: "Wir haben ein gutes Gegenpressing gespielt, schnell gespielt, in die Tiefe gespielt. Dass das heute natürlich einfacher ging als gegen Kopenhagen, ist klar. Aber dass die Mannschaft nicht irgendwas spielt, sondern das, was wir auch in anderen Wettbewerben spielen wollen, ist ein gutes Zeichen."

Quelle: RP
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