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Bayer Leverkusen
Bayer zählt hinter Bayern zu den Top-Verdienern

Einzelkritik: Note 2+ für Rolfes, Note 4 für Son
Einzelkritik: Note 2+ für Rolfes, Note 4 für Son FOTO: ap
Leverkusen. Dank der konstant guten Platzierungen in den vergangenen Bundesliga-Spielzeiten stehen die Leverkusener derzeit bei den TV- und Sponsorengeldern in der Inlandsvermarktung der Deutschen Fußball-Liga direkt hinter dem Rekordmeister. Von Stefanie Sandmeier

Es wird die höchste Summe sein, die die Deutsche Fußball-Liga (DFL) aus der nationalen und internationalen Vermarktung der Medienrechte und Sponsoringeinnahmen jemals ausgezahlt hat. In der kommenden Saison werden rund 840 Millionen Euro an die Klubs der ersten und zweiten Fußball-Bundesliga verteilt. Das sind 130 Millionen Euro mehr als in der laufenden Spielzeit.

Auch Bayer 04 profitiert vom neuen Ausschüttungsmodus dieser Gelder. Dank der konstant guten Platzierungen in den vergangenen Bundesliga-Spielzeiten gehören die Leverkusener bei der Verteilung der TV- und Sponsorengelder der Deutschen Fußball-Liga (DFL) zu den Top-Verdienern in Deutschland.

Der "Kicker" veröffentlichte dazu Zahlen. Demnach erhält die Werkself (Stand 26. Spieltag) in der Spielzeit 2015/16 hinter Spitzenverdiener Bayern München mit circa 68 Millionen Euro, dem FC Schalke 04 (rund 58 Millionen) und Borussia Dortmund (rund 57 Millionen) als viertbestes Team etwas über 56 Millionen Euro. Nach Angaben des Fachmagazins fließen dabei rund 39 Millionen aus der nationalen und knapp 17 Millionen aus der internationalen Vermarktung. Zum Vergleich: Im laufenden Spieljahr schüttet die DFL national "nur" etwa 35 Millionen an Bayer 04 aus.

Somit winken stattliche Mehreinnahmen, die der Klub beispielsweise in Personal oder Infrastruktur investieren könnte.

Kernbotschaft dieser Zahlen: National bekäme die Werkself hinter Bayern München das größte Stück vom Geld-Kuchen ab. Das ist sozusagen der Lohn dafür, dass Leverkusen in den vergangenen Bundesliga-Spielzeiten konstant in der Spitzengruppe mitmischte. Die Saisonplätze zwei, drei, vier, fünf und aktuell Rang vier liegen dem Ranking zugrunde.

In der Auslandsvermarktung kann und will Bayer 04 künftig weiter zulegen. Hier liegt der Werksklub auf Rang vier - was in der Addition mit den Einnahmen aus dem Inland ebenfalls Platz vier bedeutet. Dass ein Verein wie Borussia Dortmund, derzeit Tabellenzehnter der Bundesliga, in dieser Gesamtrechnung vor Leverkusen liegt, hat weniger mit deren Leistung in dieser als mit dem Abschneiden in der Vergangenheit zu tun. Grundlage für die Verteilung ist eine Fünf-Jahres-Wertung, der ein komplizierter Verteilschlüssel unterliegt. Vereinfacht gesagt fließen in die DFL-Berechnungen die Platzierungen der vergangenen vier Spielzeiten und das Resultat der laufenden Saison mit ein.

Ähnliches gilt für die Fünf-Jahres-Wertung der Uefa und das Abschneiden auf internationaler Bühne. Der BVB, in den Jahren 2010/11 bis 2014/15 immerhin zwei Mal Deutscher Meister, zwei Mal Vizemeister und konstanter Teilnehmer an der Champions League, kann somit unterm Strich seine schlechte Leistung in dieser Saison kompensieren. Die Mehreinnahmen aus der Auslandsvermarktung sind auch ein Grund, warum Schalke 04 - im Berechnungszeitraum immerhin vier Mal in der Königsklasse vertreten - im Gesamtklassement vor Leverkusen liegt. Die Werkself spielte im Vergleich drei Mal Champions League und kam nie über das Achtelfinale hinaus.

Wie viel es exakt zu verdienen gibt, steht erst nach dem letzten Spieltag fest. Denn jede Verbesserung in der Tabelle hat Auswirkungen auf die Fünf-Jahres-Wertung. Jeder Platz bringt bares Geld.

Ein kleiner Bonus lockt überdies: Denn zum letzten Mal werden Platzierungsgelder aus den internationalen Vermarktungserlösen an die Vereine bezahlt. Der Meister bekommt am Ende der Saison zusätzlich drei Millionen Euro. Leverkusen als Vierter würden 1,5 Millionen Euro zustehen. Gelingt es sogar noch, Mönchengladbach auf Platz drei zu verdrängen, winken zwei Millionen Euro.

Quelle: RP
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