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Bayer Leverkusen
Bayers nächster Gegner FC Schalke 04 im Check

Porträt: Das ist André Breitenreiter
Porträt: Das ist André Breitenreiter FOTO: dpa, pst cul
Leverkusen. Bayer 04 Leverkusen trifft am Samstagabend (18.30 Uhr/Live-Ticker) auf den FC Schalke. Bei den Gastgebern herrschen mal wieder unruhige Zeiten. Von Jim Decker

Die Stimmung Ruhige Zeiten sind die Ausnahme beim FC Schalke 04. Es verwundert nicht, dass es gleich an mehreren Stellen brennt. Trainer André Breitenreiter kommt nicht aus den Schlagzeilen. Augsburgs Markus Weinzierl wird weiter heiß als sein Nachfolger gehandelt. Breitenreiter verspielte sich viel Kredit bei den Fans, als er das Ruhrpott-Derby gegen Dortmund als "Bonusspiel" bezeichnete – und den BVB sogar als Vorbild nannte. Die Spieler schweigen nun geschlossen zum Thema, was ein Beleg für die Sprengkraft der Debatte ist. Die deftige 3:0-Pleite zuletzt gegen Aufsteiger Ingolstadt schlägt zusätzlich aufs Gemüt. Breitenreiter muss sich den Vorwurf gefallen lassen, aus einem teuren und hochtalentierten Kader nicht alles herausgeholt zu haben. Dabei wäre Königsblau gern das, was Bayer kontinuierlich zu sein scheint – die dritte Macht hinter Bayern und dem BVB. Davon sind die Schalker bislang aber weit entfernt. Ändern soll das der neue Manager Christian Heidel, der den eher glücklosen Hort Heldt zum Saisonende ablöst.

Das Personal Kapitän und Weltmeister Benedikt Höwedes erteilte einem Comeback eine deutliche Absage. Er wird weiterhin fehlen. Rechtsverteidiger Atsuto Uchida ringt ebenso mit den Nachwirkungen seiner Verletzung wie Leon Goretzka. Sead Kolasinac könnte dagegen auf die linke Abwehrseite zurückkehren – er fehlte zuletzt mit einer Gelb-Sperre. Bis auf Sidney Sam (Faserriss) melden sich alle anderen Spieler fit.

Die Form Die Knappen sind wankelmütiger denn je. Gegen den BVB erkämpften sie sich ein verdientes Remis, Gladbach bezwangen die Schalker sogar. Gegen die Bayern, Ingolstadt oder auch Hertha BSC sah Schalke dagegen ziemlich alt aus – und ließ sich teilweise dominieren. Mit Ralf Fährmann steht zwar ein Keeper im Tor, der in den erweiterten Kreis der Nationalelf gehört, doch die Tordifferenz von 41:43 (zum Vergleich: Mainz hat 42:39 und Leverkusen 47:33) spricht Bände darüber, dass gerade die Defensive oft ins Straucheln gerät. Auch die Umstellung auf eine Fünferkette scheint das Problem nicht zu beheben. Dazu gesellt sich eine gewisse Einfallslosigkeit in der Offensive. Mit Top-Scorer Klaas-Jan Huntelaar und den Talenten Max Meyer und Leroy Sané erzielten nur drei Spieler mehr als drei Ligatreffer. Franco Di Santo und Eric-Maxim Choupo-Moting kommen gar nur auf zwei beziehungsweise drei Tore. Das ist definitiv zu wenig, zumal der erst 20-jährige Sané regelmäßig an die Grenzen seines Könnens stößt.

Darauf muss Bayer 04 achten Sané ist ein manchmal noch ungestümer Wirbelwind, dessen Tempodribblings an der Außenbahn immer eine akute Gefahrenquelle darstellen. Der niederländer Huntelaar bewies schon bei Real Madrid, dass er ein Ausnahmestürmer ist, der auch aus einer halben Chance ein Tor machen kann – und sobald der Ball den Fuß von Standardspezialist Johannes Geis verlässt, sollten sowieso immer die Alarmglocken schrillen.

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