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Bayer Leverkusen
Leno und Bellarabi brechen Länderspielreise ab

Einzelkritik: Note 2+ für Rolfes, Note 4 für Son
Einzelkritik: Note 2+ für Rolfes, Note 4 für Son FOTO: ap
Leverkusen. Ein Infekt bei Bellarabi und eine Kieferprellung bei Leno zwangen die Profis von Bayer 04 zur vorzeitgen Abreise. Die Weiterbehandlung erfolgt in Leverkusen. Ihr Einsatz im Heimspiel gegen den Hamburger SV ist aktuell nicht gefährdet. Von Stefanie Sandmeier

Elf Spieler hat Bayer Leverkusen in der vergangenen Woche zu Länder- beziehungsweise Freundschaftsspielen ihrer Nationalmannschaften abgestellt. Bis voraussichtlich Mittwoch sind Hakan Calhanoglu (Türkei), Josip Drmic (Schweiz), Heung-Min Son (Südkorea) und Julian Brandt (deutsche U 20) noch unterwegs. Die Mehrzahl der Profis, darunter auch Emir Spahic, der nur das EM-Qualifikationsspiel für Bosnien absolvierte, wird allerdings schon zum Wochenstart im Training zurückerwartet.

Fotos: FC Schalke 04 - Bayer 04 Leverkusen FOTO: dpa, jgu hak

Darunter sollen dann zeitnah auch Karim Bellarabi und Bernd Leno sein, die auf ihren Reisen jeweils vorzeitig die Segel streichen und die Heimreise antreten mussten. Bellarabi, der im Freundschaftsspiel gegen Australien - es war sein fünftes Länderspiel - in der Startelf stand und 63 Minuten absolvierte, musste sich das gestrige EM-Qualifikationsspiel der deutschen Mannschaft gegen Georgien von zu Hause aus ansehen. Der 24-Jährige trat stark erkältet den Flug nach Tiflis gar nicht erst an und hütete übers Wochenende das Bett. Von zu Hause aus schickte er seinen Teamkollegen gestern Grüße und drückte via Facebook die Daumen.

Einzelkritik: Note 5 für Drmic und Calhanoglu FOTO: dpa, fg jhe

Bernd Leno hat es noch etwas schlimmer erwischt. Eine Kieferprellung machte dem Torhüter zu schaffen, der mit der U 21 heute planmäßig einen weiteren Härtetest auf dem Weg zur Europameisterschaft im Sommer hätte absolvieren sollen. Gegner ist England. Weil Leno, der beim 2:2 gegen Italien 90 Minuten spielte, diesmal ohnehin nicht für einen Einsatz vorgesehen war, wollte man auch ihm die Reisestrapazen ersparen.

Fotos: Atletico-Spieler trösten Kießling FOTO: afp, JS/raf

Zu Hause konnte er im Internet lesen, dass - mal wieder - ein Verein angebliches Interesse bekundet. Diesmal will die spanische Zeitung "Marca" - für schnelle Vorstöße bekannt - herausgefunden haben, dass Real Madrid seine Fühler nach Leno ausgestreckt hat. Nun ist Scouting nicht verboten. Ein Angebot liegt Bayer aber nicht vor, das sich in Lenos Fall entspannt zurücklehnen kann. Er hat Vertrag bis 2018.

Zur Abklärung seiner Kieferschmerzen wird sich der 23-Jährige vom Mannschaftsarzt von Bayer 04 untersuchen lassen. Von einer ernsthaften Verletzung ist aktuell aber nicht auszugehen. Lenos wie auch Bellarabis Einsatz im Bundesliga-Heimspiel gegen den Hamburger SV scheint nicht gefährdet. Auch bei Tin Jedvaj ist die Hoffnung groß, dass er nach langer Pause in den Kader der Werkself zurückkehrt. Der Kroate hatte sich im Januar im Florida-Trainingslager eine Oberschenkelverletzung zugezogen und konnte zuletzt wieder Teile des Mannschaftstrainings mitmachen. Die Tatsache, dass Jedvaj die Einheiten am Donnerstag und Freitag ohne Komplikationen absolvieren konnte, nährt zumindest die Hoffnung, dass der 19-Jährige wieder eine Alternative in der Defensive sein kann. Zumal gegen den Hamburger SV am Samstag (15.30 Uhr, BayArena) auf der rechten Außenbahn Roberto Hilbert gelbgesperrt fehlen wird. Ob es für einen Einsatz von Beginn an reicht, wird sich nach dieser Trainingswoche entscheiden, die heute um 16 Uhr beginnt.

Quelle: RP
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