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Bayer Leverkusen
Chicharito: Lichtblick für Bayer 04 und Mexiko

Fotos: Chicharito trifft erstmals für Bayer 04
Fotos: Chicharito trifft erstmals für Bayer 04 FOTO: dpa, ve jai
Leverkusen. Bei Bayer 04 überzeugt Chicharito derzeit mit guten Leistungen. Doch nicht nur in Leverkusen ruhen die Hoffnungen auf der "kleinen Erbse" – auch in seiner mexikanischen Heimat werden Höchstleistungen in der WM-Quali erwartet. Von Simon Janssen

Ginge es nach David de Gea, dann würde Chicharito nicht das Trikot von Bayer 04 tragen. "In meinem Team würde er immer spielen", sagte der Torhüter des englischen Rekordmeisters Manchester United. Zum einen ist die Aussage des spanischen Nationalkeepers als Seitenhieb gegen seinen Trainer Louis van Gaal zu verstehen. Schließlich ließ er den Mexikaner nach fünf Jahren bei den "Red Devils" in der vergangenen Transferperiode ins Rheinland ziehen. Zum anderen liefert de Geas "Trennungsschmerz" die interessante Erkenntnis, dass Chicharito selbst bei einem Spitzenklub wie Manchester United anscheinend noch nicht adäquat ersetzt wurde. "Er war unumstrittene Stammkraft und Spieler des Jahres bei United. Er kann 20, 30 Tore pro Saison schießen", fuhr de Gea im Interview mit "ESPN Deporte" fort. Der Mexikaner gehöre zu den "besten Torjägern der Welt".

Chicharito kann sich in diesen Tagen und Wochen vor Lobhudeleien kaum retten, was man aktuell von wenigen bei Bayer 04 behaupten kann. So viele Baustellen Trainer Roger Schmidt derzeit auch zu bearbeiten hat, um den eigenen Ansprüchen wieder gerecht zu werden - auf seine Sturmspitze kann er sich verlassen. Chicharito traf in den zurückliegenden sechs Pflichtspielen in Serie. Insgesamt steht der Mexikaner wettbewerbsübergreifend bereits bei zehn Treffern. Er habe dieses "besondere Näschen", schwärmte Rudi Völler vom 27-Jährigen. Dieses Näschen kann die Werkself auch in den nächsten Wochen dringend gebrauchen. Schließlich gibt Chicharito in der Bayer-Offensive derzeit den Alleinunterhalter.

Doch die Länderspielpause kann Javier Hernández nicht nutzen, um Kräfte für die Aufgaben in der Bundesliga (Eintracht Frankfurt) und Champions League (Bate Borissow) zu sammeln. Das Gegenteil ist der Fall - der flinke Stürmer wechselt in diesen Tagen nämlich von einer Hoffnungsträgerrolle in die nächste.

Heute in den frühen Morgenstunden ging er im Aztekenstadion für die mexikanische Nationalmannschaft gegen El Salvador auf Torejagd (Spiel bei Redaktionsschluss noch nicht beendet). Im Rahmen der WM-Quali für 2018 in Russland trifft die "kleine Erbse" am kommenden Dienstag zudem auf Honduras. Dabei muss Chicharito mit dem Druck umgehen, die Hoffnungen einer ganzen Nation zu tragen. "Er ist in Mexiko eine Legende. Unglaublich, was er für einen Medienrummel ausgelöst hat", sagte Bayer 04-Geschäftsführer Michael Schade beim Kongress "Sponsors Summit Clubmanager" in der BayArena. Er habe "alle unsere Erwartungen übertroffen - auch für den Bayer-Konzern."

Auch aufgrund der großen Reichweite in den sozialen Medien bezeichnete Schade den Stürmerstar als "werbliches Rundumsorglospaket". Allerdings nicht nur für die Werkself, sondern auch für die gesamte Bundesliga und deren Internationalisierungsbestrebungen in Amerika. Schade stütze sich dabei auf Chicharitos 5,6 Millionen Follower bei Twitter - in der Bundesliga hat nur der spanische Mittelfeldspieler Xabi Alonso vom FC Bayern München mehr (9,5 Millionen).

Auch wenn Ex-Kollegen wie de Gea der "kleinen Erbse" nachtrauern - Chicharito, der von 2014 bis 2015 noch an Real Madrid ausgeliehen war, hat seine Entscheidung für Bayer 04 bislang nicht bereut. "Ich hatte in den letzten drei Jahren nicht die Möglichkeit zu zeigen, was ich kann", sagte er im Interview mit der Internetplattform "bundesliga.de". Leverkusen hingegen habe ihm von Beginn an gezeigt, dass er gebraucht werde.

Quelle: RP
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