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Bayer Leverkusen
Der Kapitän muss unters Messer

Porträt: Das ist Lars Bender
Porträt: Das ist Lars Bender FOTO: AFP
Leverkusen. Lars Bender wird in der Hinrunde kein Spiel mehr für Bayer 04 bestreiten. Der Mittelfeldspieler wird am Dienstag in Basel am Sprunggelenk operiert. Gegen Schalke 04 (morgen, 17.30 Uhr) sind nun andere Spieler gefordert. Von Simon Janssen

Roger Schmidt hatte wiedereinmal negative Nachrichten mitzuteilen. "Lars Bender muss nun doch operiert werden", sagte der Trainer von Bayer 04 nach der gestrigen Trainingseinheit. Die konservative Behandlung seiner Verletzung am Sprunggelenk sei fehlgeschlagen, deshalb habe man sich für den Eingriff entschieden. Bender wird am kommenden Dienstag in Basel operiert - und kann in der Hinrunde kein Spiel mehr für Bayer 04 bestreiten.

Viel Zeit, mit dem Verletzungspech zu hadern, das Bayer 04 in dieser Saison hold ist, hat Schmidt jedoch nicht. Zu wichtig ist die Vorbereitung auf die morgige Partie gegen den punktgleichen FC Schalke 04. "Es ist ein direkter Konkurrent um die internationalen Plätze", sagte Schmidt. In diesen Spielen sei es besonders wichtig, sich durchzusetzen. Bei dem Unterfangen kann Schmidt wieder auf den Ex-Schalker Kyriakos Papadopoulos und Ömer Toprak bauen, die nach ihren Sperren wieder zur Verfügung stehen. Stürmer Stefan Kießling hat seine Erkältung zudem überstanden und ist einsatzbereit. "Dass er gegen Borrissow kurzfristig ausfiel, hat uns sehr wehgetan", sagte Schmidt. Roberto Hilbert ist nach seiner überstandenen Knieverletzung wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen. Eine Berufung in den Kader kommt für den schmerzlich vermissten Rechtsverteidiger aber noch zu früh.

Bayer 04 steht morgen vor der Herausforderung, das ernüchternde 1:1 in der Champions League gegen Bate Borrissow in eine Trotzreaktion umzumünzen. "Wir haben ein gutes Spiel gemacht, aber wieder einmal unsere Chancen nicht genutzt. Von daher müssen wir mit diesem Ergebnis leben", resümierte Schmidt die Leistung seines Teams in der Königsklasse, in der das Achtelfinale jetzt nur noch sehr schwer zu erreichen ist. Der 48-Jährige habe jedoch das Gefühl, dass die Mannschaft nun "deutlich stabiler" sei, als noch vor einigen Wochen: "Wir lassen nur wenig zu. Das ist eine gute Voraussetzung, um im Heimspiel nachzulegen."

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Um nach dem 3:1-Erfolg gegen Eintracht Frankfurt am vergangenen Spieltag den nächsten Sieg in der Liga feiern zu können, muss sich die Werkself aber besonders in der Offensive steigern. Der Mexikaner Chicharito trifft derzeit zwar wie er will, ist im Sturm jedoch mehr oder weniger Alleinunterhalter. Insbesondere Hakan Calhanoglu präsentierte sich in den vergangenen Spielen in schwacher Form.

Parallelen zwischen der Werkself und Königsblau, das ebenfalls über viele junge Spieler verfügt und bislang eine eher durchwachsene Saison spielt, sieht Schmidt nicht. "Wir haben unsere eigene Geschichte und unseren eigenen Weg. Ich möchte da keine Vergleiche ziehen. Das einzige, das gleich ist, sind die Ziele." Und die sind auf Schalke und in Leverkusen naturgemäß hochgesteckt. Eine Nicht-Teilnahme an der Champions League wäre in beiden Fanlagern nur äußerst schwer zu kommunizieren.

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In Leroy Sané, der seit einigen Wochen groß aufspielt, trifft Bayer 04 zudem auf einen ehemaligen Nachwuchsspieler aus den eigenen Reihen. Die Qualitäten des 19-jährigen Offensivspielers würden Bayer 04 zwar gut zu Gesicht stehen, Schmidt differenziert jedoch. "Es ist normal, dass Spieler in der Jugend auch mal den Verein wechseln. Wie so viele in diesem Jahrgang ist Leroy ein toller Spieler, aber wir trauern niemandem hinterher, sondern freuen uns über unsere eigenen Talente." Die aktuelle U 21 sei laut Schmidt eine "sehr spannende Mannschaft", aus der viele große Spieler hervorgehen könnten - und nannte dabei die eigenen Toptalente Jonathan Tah und Julian Brandt als Beispiele.

Quelle: RP
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